Für rund 40 Kunden des Fernbus-Unternehmens Flixbus hat sich am Sonntag die Reise aus Nordrhein-Westfalen nach Berlin zu einer Irrfahrt mit mehrstündiger Verspätung entwickelt. Ihr Fahrer musste nach einem Teil der Strecke umkehren, weil er mit dem falschen Bus losgefahren war. Die normalerweise etwa acht Stunden dauernde Fahrt verlängerte sich dadurch um rund sechseinhalb Stunden, wie ein Flixbus-Sprecher Medienberichte bestätigte.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der Fahrer sei irrtümlich mit einem Doppeldecker-Bus zur Abfahrtshaltestelle in Mönchengladbach gekommen, statt mit dem vorgesehenen kleineren Bus. Dieser Fehler sei erst aufgefallen, als der Bus bereits in Niedersachsen war, sagte der Sprecher. Weil das Fahrzeug für eine spätere Tour mit deutlich mehr gebuchten Fahrgästen gebraucht wurde, sei er zurückbeordert worden.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In Dortmund mussten die Fahrgäste die Reise dann erneut starten. Dort habe ein Ersatzbus zur Verfügung gestanden, sagte der Sprecher. Für die Fahrgäste sei die Irrfahrt „extrem unangenehm“ gewesen, räumte er ein.

„Ich fühlte mich meiner Freiheit beraubt“

„Ich habe das für einen Witz gehalten“, schilderte Christiane Schinkel aus Berlin. Die Mitreisenden seien ebenso fassungslos und empört gewesen – jedoch ruhig geblieben. Die 50-Jährige war nach eigenen Angaben mit ihrem 19 Jahre alten Sohn zum Familienbesuch in Düsseldorf. Als der Busfahrer sie kurz vor Hannover über das Missgeschick informiert habe, hätten die Passagiere darauf gedrungen, in der niedersächsischen Landeshauptstadt abgesetzt zu werden. „Von dort hätte man nach Berlin gut weiterreisen können“, so Schinkel. Stattdessen habe der Fahrer jedoch auf einem kleinen Parkplatz gehalten und sei schließlich zurückgefahren. „Dort auszusteigen, hätte keinen Sinn gemacht. Da wäre man nicht weggekommen“, so die 50-Jährige nach ihrer Ankunft am Sonntagabend in Berlin. „Ich fühlte mich meiner Freiheit beraubt.“

Flixbus reagierte: Die Fahrgäster erhielten die Nachricht, dass sie Fahrtkosten erstattet bekommen und einen Gutschein für eine europaweite Freifahrt erhalten.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Den Reisenden scheint das nicht zu reichen: Schinkel kündigte an, die Verbraucherzentrale einzuschalten. Im Bus sei dafür auch eine Unterschriftenliste rumgereicht worden. „Der Knackpunkt ist nicht, dass der Fehler mit dem falschen Bus passiert ist. Man hätte uns aber beispielsweise in Hannover rauslassen müssen.“ (dpa)