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Abrocken auf dem Wacken – Volksfeststimmung auf der Straße

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Metal-Fans feiern in Wacken (Schleswig-Holstein) auf dem mit Schlamm überzogenen Festivalgelände.

Metal-Fans feiern in Wacken (Schleswig-Holstein) auf dem mit Schlamm überzogenen Festivalgelände.

Foto: Axel Heimken / dpa

Der dritte und letzte Tag des Wacken Festivals begann mit Unwettern. Die Stimmung war dennoch bestens – auf dem Gelände und im Dorf.

Wacken.  Während auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken die Fans am letzten Tag noch einmal abrocken, herrschte am Samstagabend in dem schleswig-holsteinischen Dorf Volksfeststimmung. Hunderte Menschen flanierten über die etwas mehr als einen Kilometer lange Hauptstraße. Ein Mann mit Drehorgel versuchte gegen den Metal-Sound einer Bar in der Nähe anzukommen. Entlang der Straße lockten Imbissstände mit Leckereien.

„Hier ist es besser als auf dem Festival selbst“, sagte ein Besucher lachend. Viele der Wacken-Tagesgäste sind ohne Festival-Bändchen gekommen – einfach nur, um „Metalheads“ zu beäugen. Einige von ihnen feierten auch Junggesellenabschied. Wegen des großen Besucheransturms auf der „Festivalmeile“ erklärte die Polizei den Ort am Nachmittag für Autos geschlossen.

Drei Tage lang hat die Heavy-Metal-Welt nach Wacken geblickt, nun blicken die Organisatoren zurück. Die beiden Gründer Thomas Jensen und Holger Hübner zogen noch vor dem offiziellen Ende ein positives Festival-Fazit. „Ich glaube, wir haben das wieder gerockt“, sagte Jensen am Samstagnachmittag und bedankte sich bei der Wacken-Community für einen gelungenen Metal-Marathon. Außerdem gaben die Organisatoren schon einen Ausblick auf 2017. Beim 28. W:O:A sind unter anderem die Bands Avantasia und Powerwolf am Start.

Dritter Tag begann mit Unwettern

Die Einsatzkräfte sprachen von einem friedlichen Fest – wie schon in den Jahren zuvor. „Metalheads sind richtig kluge Typen, sehr kooperativ und sehr friedlich“, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahl der Straftaten und Diebstähle sei im Vergleich zum Vorjahr sogar zurückgegangen. Es sei gelungen, eine von anderen Festivals bekannte Diebesbande gleich zu Beginn des dreittägigen Events des Platzes zu verweisen.

Die Einsätze der Rettungsdienste seien auf dem Niveau von 2015, sagte ein Sprecher: „Alles also Wacken-typisch“. Ein Feuerwehrsprecher erklärte das diesjährige Open Air zu einem wie gewöhnlich „ruhigen und entspannten Feuerwehr-Wacken“ – oder wie es der Sprecher des Ordnungsamtes zusammenfasste: „Super Teamarbeit – ich sag’ jedes Jahr den gleichen Kack hier.“

Dabei hatte der dritte und letzte Tag des Festivals noch mit dunklen Wolken, Donner und Starkregen begonnen. Das kurze Unwetter am Morgen flutete erneut das Gelände und sorgte für tiefe Pfützen und viel Schlamm. Die Stimmung verhagelte es aber nicht. Tausende strömten am frühen Nachmittag zu den Bühnen, um den Abschluss des Events zu feiern. Das hatte lange Schlangen und Wartezeiten an den Eingängen zur Folge.

Für einen fulminanten Abschluss des Festivals soll der Auftritt der Metal-Band Dio Disciples in der Nacht zu Sonntag sorgen. (dpa)

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