Ob sie an die „versteckte Kamera“ glaubten? Mehrere Fahrgäste sind in Ingolstadt an Bushaltestellen zu einem Elfjährigen in den Bus gestiegen. Andere Jungs träumen davon Lokführer zu werden, der Junge lebte schon mal seinen Busfahrer-Traum. Nach Angaben der Polizei Ingolstadt hatte das Kind mit einem angeblich gefundenen Schlüssel einen herrenlosen Bus bestiegen und gestartet.
Wie der „Donaukurier“ berichtet, soll der Elfjährige den zuvor zum Schülertransport eingesetzten Bus über vielbefahrene, zum Teil vierspurige Straße gefahren und mehrere Haltestellen angesteuert haben. Er hielt jeweils an, öffnete die Türen und ließ Wartende einsteigen.
Ganz sicher war seine Fahrweise aber doch nicht, und arg jung kam er einem Fahrgast dann doch vor: Er rief die Polizei, die den Busfan nach vier Kilometern Fahrt stoppte und seiner Mutter übergab. Vorher berichtete der kleine Chauffeur nach Angaben des Donaukuriers noch von seiner großen Leidenschaft für Busse.
Am Bus fand sich ein Blechschaden. Allerdings war zunächst unklar, ob der bei der Fahrt des Jungen entstanden war. Geschädigte Autofahrer hatten sich laut Polizei nicht gemeldet.
Strafrechtliche Konsequenzen hat der Junge nicht zu fürchten: Er kann zwar mit seinen elf Jahren schon gut Bus fahren, ist aber nicht strafmündig, bis er 14 ist. Allerdings bewahrt das Erwachsene in seinem Umfeld nicht vor möglicher Strafe, wenn da jemand zu den Fahrkünsten einen Beitrag geleistet hat. (law)


