Geburtstagsfeier

Bombendrohung bei Schröder-Party: Mann muss in Haft

Der 70. Geburtstag von Altkanzler Schröder fand nach einer Bombendrohung ein jähes Ende. Nun wurde ein Mann für die Tat verurteilt.

Altkanzler Gerhard Schröder hatte die Feier seines 70. Geburtstags wegen einer Bombendrohung unterbrechen müssen. Der mutmaßliche Verursacher stand nun vor Gericht.

Altkanzler Gerhard Schröder hatte die Feier seines 70. Geburtstags wegen einer Bombendrohung unterbrechen müssen. Der mutmaßliche Verursacher stand nun vor Gericht.

Foto: imago stock&people / imago/IPON

Königstein/Kronberg.  Wegen der Bombendrohung bei der Geburtstagsfeier des Altkanzlers Gerhard Schröder (SPD) ist der Angeklagte am Dienstag zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er habe Täterwissen gehabt, dies habe ihn überführt, sagte die Richterin im Königsteiner Amtsgericht. Der in Berlin wohnende 39-jährige Mann hatte sich zunächst gestellt, dann die Tat jedoch abgestritten. Er wurde wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten sowie Bedrohung verurteilt. Seine Rechtsanwältin hatte einen Freispruch beantragt, der Staatsanwalt plädierte auf eine 14-monatige Haftstrafe.

Der Angeklagte hatte zuvor behauptet, er habe die Behörden in die Irre führen und den eigentlichen Täter schützen wollen. Diesen würde er aber nicht kennen. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte soll am Abend des 12. Mai 2014 von einer Telefonzelle in Berlin aus im vornehmen Schlosshotel Kronberg anonym angerufen und mit einer Bombe gedroht haben.

Hotel wurde nach Anruf evakuiert

Im Schlosshotel feierte Schröder mit ranghohen Gästen seinen 70. Geburtstag nach. Das Hotel wurde evakuiert. Die Geburtstagsgesellschaft feierte in einem anderen Luxushotel weiter. Der Angeklagte war unter anderem bereits wegen einer Bombendrohung gegen das Polizeipräsidium Frankfurt 2011 verurteilt worden. (dpa)