Virusinfektion

Lassa-Fieber-Verdacht durch erste Probe nicht bestätigt

Ein Patient mit Verdacht auf eine Lassa-Fieber-Infektion liegt in der Düsseldorfer Uniklinik. Eine erste Probe war nun negativ.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Lassaviruspartikel aus Zellkulturen, gezüchtet am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Lassaviruspartikel aus Zellkulturen, gezüchtet am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Foto: Bernhard-Nocht-Institut für Tro / dpa

Düsseldorf.  Der Verdacht auf eine Lassa-Fieber-Erkrankung bei einem Patienten in Düsseldorf hat sich in der ersten Überprüfung nicht bestätigt. Die vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg analysierte Blutprobe sei in Bezug auf Lassa negativ, teilte eine Sprecherin der Düsseldorfer Universitätsklinik am Sonntag mit. Eine zweite Probe werde am Montagvormittag genommen und analysiert, bis dahin müsse der Mann in strenger Isolierung bleiben. Ihm gehe es aber gut, sein Zustand sei unverändert stabil, sagte die Sprecherin.

Der Patient ist am Samstag mit Verdacht auf eine Lassa-Fieber-Infektion in eine Sonderisolierstation der Uniklinik Düsseldorf aufgenommen worden. Der 47-Jähriger aus Dortmund sei eine Kontaktperson des vor gut zwei Wochen in Köln gestorbenen Lassa-Patienten gewesen, teilte die Uniklinik am Samstag mit. „Er wird unter höchsten Sicherheitsbedingungen in der Station, die eigens für hochansteckende, potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen gebaut wurde, behandelt.“

Die Feuerwehr Düsseldorf hatte den Mann am Samstag nach eigenen Angaben mit einem Spezialfahrzeug von Dortmund nach Düsseldorf gebracht, in einem Konvoi und begleitet von der Polizei. Speziell ausgebildete Einsatzkräfte hätten den Transport vorgenommen.

Experten hatten Ansteckungsgefahr für gering gehalten

Am 26. Februar war in Köln ein 46 Jahre alter US-Bürger gestorben, der in Togo als Krankenpfleger gearbeitet hatte. Nach seinem Tod wurde eine Lassa-Virus-Infektion festgestellt. Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Lassa-Viren können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Hautblutungen, Durchfall und Erbrechen möglich.

Experten hatten erst vor wenigen Tagen zum Kölner Fall gesagt, dass sie die Gefahr weiterer Ansteckungen für sehr gering halten. „Lassa ist nicht so leicht übertragbar wie Ebola“, hatte Stephan Günther, Leiter der Abteilung Virologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg, gesagt. Eine Ansteckung innerhalb Europas sei bisher noch nie vorgekommen. (dpa)