London –

Tennisendspiel der Giganten: Federer fordert Djokovic

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Im Finale der ATP-WM treffen die Favoriten aufeinander

London. Novak Djokovic greift beim ATP-Saisonfinale in London nach dem vierten Titelgewinn nacheinander, was bisher noch kein Tennisspieler geschafft hat. Der Weltranglistenerste aus Serbien gewann im Halbfinale gegen seinen Dauerrivalen, den wieder erstarkten Rafael Nadal aus Spanien, leichter als erwartet 6:3, 6:3 und trifft im Endspiel am Sonntag (19 Uhr/Sport1+) nun auf Roger Federer, gegen den er beim Aufeinandertreffen in der Gruppenphase bereits in zwei Sätzen verloren hatte.

Der Schweizer gewann das zweite Halbfinale gegen seinen Landsmann Stan Wawrinka mit 7:5, 6:3. Der 17-malige Grand-Slam-Turniersieger Federer hatte zuvor schon in 20 Tour-Duellen mit Wawrinka 17 Mal als Sieger den Court verlassen, auch diesmal hatte er in nur 1:10 Stunden wenig Mühe im Duell der Eidgenossen.

Der Schweizer gewann sechs Mal das Turnier der acht Besten

Djokovic und Nadal trafen indes bereits zum 46. Mal aufeinander - kein Match in der Geschichte des Profitennis gab es häufiger. Der Schützling der deutschen Tennis-Ikone Boris Becker glich in der „ewigen“ Bilanz der Ausnahmespieler mit seinem Erfolg zum 23:23 aus. Von den letzten neun Aufeinandertreffen gewann Djokovic allerdings acht.

Der 28-Jährige hat am Sonntag die Chance, als erster Spieler überhaupt das Abschlussturnier der acht besten Tennisprofis des Jahres zum vierten Mal in Folge zu gewinnen, zum fünften Mal insgesamt. In den vergangenen drei Jahren gewann er zweimal gegen Federer (2012 und 2014 kampflos) und einmal gegen Nadal (2013). 2008 in Shanghai hatte er zum ersten Mal bei dem Turnier triumphiert, das nochmals noch Masters Cup hieß.

Federer hatte 2010 und 2011 das Saisonfinale in London gewonnen, viermal (2003, 2004, 2006, 2007) gewann er zuvor den Masters Cup. Seit 2002 hat er das Jahresendturnier nicht ein einziges Mal verpasst. Und obwohl der Schweizer bereits 34 Jahre alt ist, ging er auch diesmal als Mitfavorit in die Veranstaltung. Djokovic weiß, dass Federer ihm gefährlich werden kann und sagte: „Egal wie das Finale ausgeht, diese Saison war meine bisher beste.“ Er gewann die Endspiele der Grand-Slam-Turniere in Melbourne, London und New York.

( BM )

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