Musik

Adele wird ihr neues Album „25“ nicht streamen

Am heutigen Freitag erscheint das neue Album von Adele. Streaming-Dienste wie Spotify und iTunes haben es aber nicht im Angebot.

Das neue Album der britischen Sängerin ist ab heute offiziell auf dem Markt.

Das neue Album der britischen Sängerin ist ab heute offiziell auf dem Markt.

Foto: Alexander Schippers / dpa

New York.  Die Entscheidung gilt als Meilenstein für die Musikindustrie: Superstar Adele wird ihr mit großer Spannung erwartetes Album nach Informationen der „New York Times“ nicht über Streamingdienste verbreiten. Sowohl für diese Dienste (wie Spotify oder Apple Music) als auch für die Musikindustrie insgesamt galt die Entscheidung der Künstlerin als entscheidend für die Frage, wie Musik künftig generell vertrieben werden soll.

Weniger als 24 Stunden vor der Veröffentlichung sollen die wichtigsten digitalen Musikdienste erfahren haben, dass das Album nicht als Stream zur Verfügung steht. Die Zeitung beruft sich auf drei Quellen, ein Sprecher Adeles habe das nicht kommentieren wollen. Anfragen beim amerikanischen Label Columbia und beim Management der Künstlerin blieben unbeantwortet. In Europa wird das Album von XL Recordings verbreitet.

Nur wenige Künstler widersetzen sich dem Streaming-Druck

Musik-Streams haben in den vergangenen Jahren extrem zugenommen. Sie gelten vielen in der Branche als Zukunftsmarkt. Bei vielen Künstlern und Plattenfirmen sind sie umstritten, weil Plattenverkäufe dadurch natürlich massiv zurückgehen. Künstlerinnen wie Taylor Swift, Beyoncé und auch Adele sind einige der wenigen Künstler, die sich dem widersetzen und damit eigene Regeln aufstellen.

Das Album „25“, das am Freitag veröffentlicht wird, gilt als eine der wichtigsten Musikproduktionen des Jahres. Die bereits ausgekoppelte Single „Hello“ und das Video brachen im Internet bereits reihenweise Rekorde. Es ist Adeles drittes Studioalbum und das erste seit fast fünf Jahren.

Die Britin gilt als eine der wenigen verbliebenen Umsatzgaranten einer kriselnden Branche. Die Plattenfirmen versprechen sich von „25“ Millionenumsätze. (sdo/dpa)