Nachdem der DFB aktuell ohnehin schon unter Beschuss steht, ist nun ein Nationalspieler aus dem Weltmeisterteam des Jahres 2014 in der Kritik. Gegen den ehemaligen Profi des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund Kevin Großkreutz wird nach Informationen der „Bild“-Zeitung wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Vorgefallen ist demnach folgendes: Gegen 17.45 Uhr am vergangenen Montag soll Pia Großkreutz, Kevins Mutter, am Rande des Sportplatzes des Landesligisten Kemminghausen in Dortmund, eine Auseinandersetzung mit einer 32-jährigen Frau gehabt haben. Bisher unbestätigten Zeitungsmeldungen zufolge soll diese Frau mit ihrem Mann Martin geflirtet haben. Als die Situation sich zuspitzte, soll der Sohn gerade zufällig vorbeigejoggt sein und der Frau „in Kung-Fu-Manier“ in den Unterleib getreten haben.

Ein Anruf beim Vater, Martin Großkreutz, ergibt nur die Wiederholung des folgenden Satzes: „Dazu sagen wir nichts.“ Laut der Pressestelle der Polizei habe am Montagabend eine 32-jährige Dortmunderin eine Anzeige gegen einen 27 Jahre alten Mann und eine 47-jährige Frau erstattet. „Diese Frau sprach von einer verbalen Auseinandersetzung, die dann in einen körperlichen Gewaltausbruch überging“, so der Polizeisprecher.

Beide Seiten erstattengegenseitig eine Anzeige

Erst soll ihr an den Haaren gezogen und dann mit einem „beschuhten Fuß“ in den Unterleib getreten worden sein, wie es in der Anzeige heißt. Am Dienstag soll die betreffende 32 Jahre alte Frau noch einmal in der Polizeiwache aufgetaucht sein, sagt der Polizeisprecher am Mittwoch der Berliner Morgenpost. „Plötzlich habe sie behauptet, es handele sich um eine Verwechslung.“ Die Polizei wolle den Fall noch in dieser Woche klären und beide Seiten zu sich bitten.

Auf der Plattform Insta-gram schrieb der Fußballspieler über den Streit, das bis zu sechs Menschen beteiligt gewesen sein sollen. Außerdem gab er zu, beteiligt gewesen zu sein. „Selbstverständlich bin ich daraufhin dazwischengegangen, um das Handgemenge zu beenden.“ Er würde sich immer für seine Familie einsetzen. „Meine Mutter ist die wichtigste Person in meinem Leben.“ Am Dienstagmorgen habe er von der Anzeige erfahren, die jedoch schon am Mittwoch zurückgezogen worden sei. Er schrieb außerdem: „Ich würde niemals eine Frau schlagen - geschweige denn mit einem Kung-Fu-Tritt.“

Erst im August dieses Jahres war der ehemalige BVB-Spieler zu Galatasaray Istanbul gewechselt. Der Mittelfeldspieler hält sich gerade in Dortmund fit, weil er wegen eines Formfehlers erst im kommenden Jahr spielberechtigt ist. In der Vergangenheit war er in die Kritik geraten, weil er in betrunkenem Zustand in eine Hotellobby in Berlin uriniert haben soll. Außerdem soll er einen Fan in Köln mit einem Döner beworfen haben.