Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat sich die vergangene Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ mit Heidi Klum noch einmal genau angesehen und kommt zu dem Ergebnis: Die Sendung ist nach Jugendschutz-Gesichtspunkten nicht problematisch. Sätze wie „Du bist zu dick“ würden dort nach Ansicht der Experten schließlich in einen Zusammenhang eingeordnet.
Immer wieder waren in der Sendung diese und ähnliche Sätze zum Gewicht der Teilnehmerinnen gefallen. Doch wie die KJM mitteilte, hätten die Juroren die Aussagen stets auf die Berufsanforderungen eines Laufsteg-Models geknüpft. Das heißt jedoch nicht, dass die BJM den Beruf des Models selbst und die damit verbundenen Umstände als unproblematisch ansieht. Vielmehr herrsche nach Ansicht der Medienwächter in der Modelbranche ein kritikwürdiges Schlankheitsideal vor.
Studie warf Sendung Förderung von Essstörungen vor
Mit der Untersuchung reagiert die Kommission für Jugendmedienschutz auch auf eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und des Bundesfachverbandes Essstörungen. Das IZI, das dem Bayerischen Rundfunk untersteht, hatte in der Studie 241 Patienten befragt. Fast ein Drittel hatte erklärt, dass ihre Essstörungen durch die Sendung von Heidi Klum hervorgerufen worden seien.
ProSieben wies die Kritik damals entschieden zurück: Magersucht sei natürlich „für alle Betroffenen und deren Familien ein großes und schlimmes persönliches Thema“. Übergewicht sei gesellschaftlich betrachtet aber ein viel größeres Problem, hieß es in einer Stellungnahme.
Unklarheit über neue Jury
Die Sendung „Germany’s Next Topmodel“ hat aktuell mit den Castings für die elfte Staffel der Sendung begonnen. Während sich einige Nachwuchsmodels schon sicher sein können, in der Sendung aufzutreten, ist noch unklar, wer letztendlich in der Jury sitzen wird. (dpa)


