007

86 Romanzen, 27 Martinis - James Bond in Zahlen

| Lesedauer: 4 Minuten
Bastian Angenendt
Gentleman, Frauenheld, tödlich: Daniel Craig als James Bond, der in „Spectre“ zum 24. Mal im Autrag seiner Majestät die Welt retten muss.

Gentleman, Frauenheld, tödlich: Daniel Craig als James Bond, der in „Spectre“ zum 24. Mal im Autrag seiner Majestät die Welt retten muss.

Foto: epa Handout / dpa

Mit „Spectre“ kommt der 24. Film der 007-Reihe in die Kinos. Wir haben Zahlen und Fakten aus über 50 Bond-Jahren zusammmengetragen.

• „Spectre“ ist der 24. Film der (offiziellen) James-Bond-Reihe. Er kommt über 53 Jahre nach dem allerersten Bond-Film in die Kinos – „James Bond jagt Dr. No“ feierte am 5. Oktober 1962 Premiere. Offiziell der Reihe zugerechnet werden Filme, die durch die Produktionsfirma „Eon Productions“ produziert wurden. Da konnte sich das bekannte Bond-Gesicht Sean Connery in „Sag niemals nie“ (1983) noch so ins Zeug legen - er gilt nicht als offizieller Teil der Reihe.

• Daniel Craig ist der sechste Darsteller des Geheimagenten 007. Als Erster nutzte Sean Connery (1962 bis 1971) die Lizenz zum Töten, George Lazenby (1969), Roger Moore (1973 bis 1985), Timothy Dalton (1987 bis 1989) und Pierce Brosnan (1995 bis 2002) folgten ihm. Erfahrenster Diener seiner Majestät ist Moore mit sieben Filmen, Lazenby hingegen durfte nur einmal als Bond auf die Leinwand („Im Geheimdienst ihrer Majestät“). Immerhin hält er trotzdem den Rekord für den jüngsten Bond-Darsteller (30 Jahre), während Roger Moore sogar noch mit 57 im Einsatz war.

• Ja, ja, die Frauen. Neben all dem Weltretten und Schurkenbekämpfen muss auch noch Zeit sein für ein paar Romanzen. „The Telegraph“ hat alles in allem 86 Bond-Girls gezählt, 55 davon teilten mit James das Bett. In „Spectre“ gibt es in Sachen Bond-Girls übrigens einen neuen Rekord: Monica Bellucci (als Lucia Sciarra) ist mit 50 Jahren das älteste Bond-Girl aller Filme. In einigen Blogs und Fan-Seiten ist von „nur“ 75 Bond-Girls die Rede. Aber wer will bei so einem Frauenverschleiß auch den Überblick behalten...?

• Noch ambitionierter als beim Verführen ist James Bond beim Töten. 3 78 Bösewichte räumte 007 in den bisherigen 23 Filmen aus dem Weg, das sind etwas mehr als 16 pro Film, wie das „Empire Magazine“ in einer Sonderausgabe vor der „Spectre“-Premiere berichtete. Demnach saß bei Pierce Brosnan der Abzugfinger am lockersten (135 Gegner erledigt), wohingegen George Lazenby mit seinen gerade mal fünf geöteten Schurken der diplomatischste aller Bonds war. Lazenby war sogar so integer, am Ende von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ sein Bond-Girl zu heiraten.

• Beim Anblick dieser Zahl muss man sich doch fragen, wie Herr Bond das alles geregelt bekommt: 277 Drinks, also etwas mehr als zwölf pro Film gönnte sich 007 bis „Skyfall“. Nur 27 Mal fiel die Wahl dabei auf Martini, heißt es im Empire Magazine. Am durstigsten ist der von Daniel Craig gemimte Bond. Während Timothy Dalton pro Film nur fünfmal zum Glas griff und Pierce Brosnan als zweittrinkfreudigster 007 nur zwölfmal, gönnt sich der aktuelle James ganze 20 Drinks pro Film. Die „Daily Mail“ kam einst bei einer Betrachtung der Bond’schen Trinkgewohnheiten sogar zu dem Schluss, 007 sei Alkoholiker: „Es ist wahrscheinlicher, dass er wegen seiner Leber stirbt als durch feindliche Schüsse.“ Am Rande: Dass Craig so viel Trinken muss, könnte auch daran liegen, dass die jüngsten Bond-Filme von einer Wodka-Marke gesponsert werden.

• Natürlich interessiert sich ein echter Lebemann nicht nur für Frauen und Drinks. Auch in Sachen Fahrzeuge ist James Bond bestens ausgestattet. Auf „007james.com“ listen die Autoren alle 23 Bond-Autos auf. Eine Galerie von Edelkarossen und PS-Protzen, nur selten „gestört“ von Ottonormal-Autos von Ford oder Citroen. In „Spectre“ wird James Bond wie schon in den letzten Filmen mit Daniel Craig einen Aston Martin fahren, sein Gegenspieler Franz Oberhauser (gespielt von Christoph Waltz) soll per Jaguar unterwegs sein. Traditionell scheuen die Bondfilmmacher keine Kosten für die passenden Autos: Allein bei den Dreharbeiten zu „Der Morgen stirbt nie“ sollen 15 BMW 7er draufgegangen sein. Jedes über 100.000 Mark wert.

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