Die Zukunft liegt jetzt in der Vergangenheit: Im Kultfilm „Back to the Future“ reist Schauspieler Michael J. Fox als Marty McFly mit einer Zeitmaschine aus dem Jahr 1985 ins Jahr 2015 - am 21. Oktober wäre er angekommen. Wie auch unzählige Fans weltweit erinnerte am Mittwoch in Deutschland etwa die ARD-„Tagesschau“ an das Datum - mit einer ungewöhnlichen Sondersendung auf ihrer Facebook-Seite.

In gewohnt seriösem Nachrichtenton präsentiert Sprecherin Linda Zervakis in dem Clip fiktive Meldungen - etwa zu einem Geisterfahrer, der mit einem Sportwagen der Marke DeLorean im kalifornischen Hill Valley für Gesprächsstoff sorge. Er sei „wie aus dem Nichts“ aufgetaucht. Zum Ende der Sendung verabschiedet sich Zervakis mit den Worten: „Das waren die Nachrichten - und damit zurück in die Zukunft.“

Auch Satiriker Jan Böhmermann lässt sich von der Science-Fiction-Trilogie aus den späten 1980ern inspirieren. An diesem Donnerstag bringt er seine wöchentliche Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ sozusagen aus dem Jahr 1985. Studio, Outfits, Sprache - alles werde in der ZDFneo-Sendung im Stil der 80er-Jahre präsentiert, kündigte der Sender an. Auch Privatsender machten Sonderaktionen zum Stichtag: RTL II rief eine „Back to the Future“-Woche aus.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In Deutschland würde eine Zweidrittelmehrheit gerne durch die Zeit reisen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, das mehr als 1100 Menschen online befragt hatte. Für 40 Prozent aller Befragten hätte allerdings eine Reise in die Vergangenheit den größeren Reiz - im Vergleich zu 23 Prozent, die die Zukunft vorziehen würden.

Für „Zurück in die Zukunft“-Regisseur Robert Zemeckis würde das nach eigener Aussage nicht infrage kommen. „Die Zukunft ist ein gefährlicher, unsicherer Ort, sie macht mir Angst“, sagte er dem „Zeit-Magazin“. Für seine Arbeit überwinde er diese Furcht, denn: „Die Arbeit eines Regisseurs dreht sich vollständig darum, eine Zukunft zu erträumen.“

dpa/mim