Nach dem Tod einer überraschend vermögenden Obdachlosen aus Düsseldorf erhebt das Sozialamt Anspruch auf das Erbe. Die Stadt Düsseldorf habe monatlich rund 1500 Euro für die Frau gezahlt, unter anderem für die Grundsicherung, eine kleine Rente und die Miete sowie den Pflegedienst, sagte Amtsleiter Roland Buschhausen am Freitag. Seine Behörde sei gesetzlich verpflichtet, sich die Kosten erstatten zu lassen.

In einer Tasche der vor mehr als einer Woche gestorbenen Frau aus einem Obdachlosenheim waren 45 000 Euro, weiteres ausländisches Geld sowie Schmuck und Zahngold entdeckt worden. Den privaten Schatz hatte die 83-Jährige nie erwähnt. Das Sozialamt hatte sich seit drei Jahren um die Frau gekümmert.

Die Suche nach einem mutmaßlichen Erben aus den USA zieht sich derweil hin. Eine E-Mail an ihn sei als «unzustellbar» zurückgekommen, sagte der Nachlasspfleger.

dpa