Hepatitis

Schmutziges Trinkwasser - 2600 Menschen in Prag erkrankt

4000 Kinder in Prag werden vorsorglich gegen Gelbsucht geimpft. Zuvor waren 10.000 Liter Abwasser in die Trinkwasserleitungen geraten. 2600 Menschen wurwden krank.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Prag (dpa) – Nach Problemen mit verschmutztem Trinkwasser sollen mehr als 4000 Kinder in Prag vorsorglich gegen die Leberentzündung Hepatitis A geimpft werden. Das ordnete das Gesundheitsamt der tschechischen Hauptstadt am Donnerstag an. Betroffen sind die beiden Stadtteile Dejvice und Bubenec nördlich des Zentrums.

Nach Angaben des Leitungsbetreibers waren dort bis zu 10 000 Liter Abwasser über eine undichte Stelle in die Trinkwasserleitungen geraten. Mehr als 2600 Menschen suchten in der Folge wegen Magen-Darm-Beschwerden einen Arzt auf. Sie sollen eine Entschädigung erhalten. Als Verursacher wurden unter anderem Kolibakterien und Noroviren identifiziert. Inzwischen sei das Wasser wieder unbelastet, hieß es.

Hepatitis-A-Erkrankungen treten in gemäßigten Breiten meist nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet auf. Auch verunreinigtes Wasser ist jedoch eine Infektionsquelle. Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall.