Germanwings-Absturz

Anderen Flug gebucht - Sie entkamen dem Absturz

Eine 21-Jährige wollte noch etwas Zeit in Barcelona verbringen und buchte einen anderen Flug. Ähnlich erging es einer Familie, die auf Kurzurlaub in der katalanischen Hauptstadt war.

Einige Urlauber sind dem schweren Flugzeugunglück entkommen, weil sie statt des Unglücksflugs eine spätere Maschine von Germanwings gebucht haben. So wollte eine 21-jährige Radio-Reporterin aus Nordrhein-Westfalen, die privat in Barcelona war, bereits den Flug mit der Unglücksmaschine buchen. „Ich hatte beim Buchen des Rückflugs überlegt, ob ich den früheren Flieger nehme, weil mein Freund morgen arbeiten muss“, sagt sie den NRW-Lokalradios. Sie hätten sich dann doch für den späteren Flug entschieden, um einen halben Tag länger in Barcelona zu haben.

„Das hat uns jetzt im Prinzip das Leben gerettet“, erklärt die Reporterin. „Was das in einem auslöst, das ist schon heftig.“ Als sie die Nachricht vom Absturz erhalten habe, sei sie zusammengebrochen und habe eine Stunde lang geweint. Dennoch will sich die junge Frau am Abend in die Maschine nach Düsseldorf setzen. „Natürlich habe ich da ein mulmiges Gefühl. Also, ich habe auf jeden Fall Angst."

Ähnlich erging es einer eine Familie aus Bochum. Mutter (59), Vater (65) und Tochter (33) bummelten am Dienstag über Barcelonas berühmte Meile, die „Ramblas“, als, wie die 33-Jährige sagte, „das Telefon explodierte“: Freunde, Familie, Kollegen, alle in Panik, brachten die Mailbox zum Überlaufen. Lebt ihr? Wann fliegt ihr?

Sie hatten überlegt, schon morgens heimzufliegen in Richtung Düsseldorf. Doch entschieden dann: „Wir möchten noch was vom Tag haben.“

Sie telefonierten dann viel an diesem Tag. „Uns“, sagt die Tochter betroffen, „haben ja alle gesund erreicht. Wir waren immer online. Aber wie schlimm für alle, bei denen niemand mehr ans Telefon geht.“

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( BM )

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