Online-Netzwerk-Gründer

Mark Zuckerberg will in der Politik mitmischen

Der Facebook-Chef will eine Lobbygruppe gründen. Zuckerberg und weitere Führungskräfte wollen sich für aufgelockerte Einwanderungsregeln einsetzen. Der Ex-Sprecher von Bill Clinton soll dabei helfen.

Foto: ROBERT GALBRAITH / REUTERS

Der 28-jährige Chef des Online-Netzwerkes Facebook überlege ernsthaft, eine Lobbygruppe zu gründen, berichten mehrere US-Medien. Mark Zuckerberg und andere Führungskräfte aus der Technologiebranche wollten sich damit für eine Reform der Einwanderungsregeln einsetzen, heißt es auf dem Portal „Politico“. Auch Investitionen in naturwissenschaftliche Bildung und Forschung sollen Themen sein, schreibt der Finanzdienst „Bloomberg“.

Auch Marissa Meyer unterzeichnete den Appell

„Politico“ berichtet, die für gewöhnlich als liberal geltenden Technologie-Vertreter hätten sowohl demokratische wie auch republikanische Berater angeheuert, darunter der frühere Sprecher des Weißen Hauses unter Bill Clinton, Joe Lockhart.

Zuckerberg und andere Führungskräfte wandten sich vor einigen Tagen in einem offen Brief an US-Präsident Barack Obama. Darin warben sie um eine Reform der strengen Einwanderungsgesetze, um mehr hoch qualifizierte Computerexperten ins Land holen zu können. Doch betonen die Gewährsleute, dass Zuckerbergs Interesse darüber hinaus gehe und auch auf die Staatsbürgerschaft für illegale Zuwanderer ziele. Den Appell unterzeichneten auch Yahoo-Chefin Marissa Mayer sowie die Leiter von Cisco und Intel.

Großzügiger Spender

Zuckerberg spendete bereits zuvor 100 Millionen Dollar an Schulen im US-Bundesstaat New Jersey und trat 2011 gemeinsam mit Obama bei Facebook auf. Vor kurzem lud er zu einer Veranstaltung bei sich zu Hause, bei der Wahlkampfspenden für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, gesammelt wurden.