Wetter

Schnee und maximal null Grad – In Berlin bleibt es frostig

Der Winter hat die Hauptstadt wieder im Griff. Die Berliner staunten am Sonntagmorgen nicht schlecht über die Schneemengen. In der Nacht zum Montag soll noch mehr geben.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Der Frühling lässt auf sich warten: Am Sonntag hat es in Berlin und Brandenburg ordentlich geschneit und das könnte in den kommenden Tagen erst einmal so weitergehen. Trotz Schnees und glatter Straßen meldete die Berliner Polizei am Sonntagmorgen nur leicht erhöhte Unfallzahlen.

Vereiste und verschneite Straßen machten den Autofahrern in Brandenburg mehr zu schaffen. Autos rutschten von der Fahrbahn oder fuhren zusammen. Bei Müncheberg (Märkisch-Oderland) verunglückte ein 39-jähriger Fahrer tödlich. Er kam auf schneeglatter Strecke am Sonntag von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei mitteilte.

Noch mehr Schnee

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für die Nacht zu Montag noch mehr Schnee in der Region an. Die Temperaturen sinken tags auf minus drei bis minus vier Grad, nachts auf minus zehn, wie ein DWD-Meteorologe sagte.

Die ganze Woche soll es frostig bleiben. „Bis Ende der Woche liegen die Temperaturen bei maximal null Grad“, so der Meteorologe. Für dieses Jahreszeit sei dies nicht ungewöhnlich, obwohl der langjährige Mittelwert am Tag bei acht Grad liege. „Das werden wir erst am Montag nächster Woche erreichen. Dann wird es Frühling.“

Frost arbeitet sich sogar in Bayern vor

Schuld an dem Comeback des Winters sind das alte Tief „Yorick“ und das neue Tief „Xaver“. Beide spielten mit einer Luftmassengrenze zwischen kalter und milder Luft, die quer durch die Republik geschoben wird, erklärte am Sonntag der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Vor allem im Norden verwandelten Schnee und Eis am Wochenende die Straßen in Rutschbahnen, es gab zahlreiche Unfälle mit mehreren Leichtverletzten. In Hamburg und Schleswig-Holstein lag am Sonntag eine bis zu 20 Zentimeter dicke Schneedecke. In Mecklenburg-Vorpommern reichte die Schneedecke bis zu 14 Zentimeter. Auf den Straßen blieb es meist bei Blechschäden.

Weitgehend unbehelligt vom erneuten Wintereinbruch blieb dagegen Bayern. Am Wochenende lagen die Temperaturen noch teils bei mehr als zehn Grad. Der Frost werde aber am Montag auch im Norden des Freistaats ankommen und sich bis spätestens Mittwoch bis zu den Alpen vorgearbeitet haben, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.