Südamerika

Mindestens zwei Tote nach Erdbeben in Costa Rica

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,6 hat Costa Rica erschüttert. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.

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Ein schweres Erdbeben hat Costa Rica erschüttert. Der Erdstoß am Mittwoch habe eine Stärke von 7,6 gehabt, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Ein Tsunamiwarnung wurde neben Costa Rica auch für die gesamte Pazifikküste von Mexiko bis Chile herausgegeben, wenige Stunden später jedoch wieder aufgehoben.

Gebäude und Stromleitungen wurden beschädigt. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Eins der Opfer sei an einem Herzinfarkt gestorben, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes am Mittwoch. Zudem sei ein Bauarbeiter beim Zusammenbruch eines Gebäudes ums Leben gekommen, hieß es. In der Hauptstadt von Costa Rica, San José, kam es zu Panikszenen. Telefon- und Stromleitungen wurden demnach unterbrochen, das Internet war auch gestört. In Nicaragua waren einige Orte aus Angst vor einem Tsunami evakuiert worden.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 140 Kilometer westlich von San José in etwa 40 Kilometern Tiefe. Betroffen war vor allem die Halbinsel Nicoya, die auch bei Touristen beliebt ist. Das Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam sprach von einer Stärke von 7,5.

Präsidentin ruft Bevölkerung zur Ruhe auf

Die Erdbebenwarte Costa Ricas RSN erklärte, dass das Beben um 8.42 Uhr Ortszeit wegen der Subduktion (Unterschiebung) der Coco-Platte unter der Karibik-Platte in der Region der Nicoya-Halbinsel ausgelöst wurde. Fünf stärkere Nachbeben wurden verzeichnet.

Die Präsidentin Laura Chinchilla rief in einer Fernsehansprache die Bevölkerung zur Ruhe auf. Es gebe bislang keine Berichte über Opfer noch seien schwerere Schäden verzeichnet worden. Eine Tsunami-Gefahr bestehe nicht.

In der Stadt Nicoya, die rund 13.000 Einwohner hat, wurden einige Wohnungen und das Justizgebäude beschädigt. In der Ortschaft Paquera seien zwei Menschen im Hotel Barceló Tambor leicht verletzt worden, meldete der Bürgermeister Alcides González. Es wurden auch Schäden auf Landstraßen gemeldet. Das Rote Kreuz meldete zunächst keine Opfer. Der Schulunterricht fiel in der betroffenen Region aus. In Nicaragua waren Tausende Einwohner an der Pazifikküste in vorübergehend in Sicherheit gebracht worden. Betroffen waren die Strandorte in San Juan del Sur und die Häfen von Corinto und Sandino

Das Pacific Tsunami Warning Center gab zunächst eine Warnung für Costa Rica, Panama, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Peru und Chile heraus. Wenige Stunden später wurde die Warnung aufgehoben.

Im April 1983 hatte ein Erdstoß der Stärke 7,4 in Costa Rica und Panama mehr als 100 Menschenleben gefordert.