Der bei einem Leichtathletik-Meeting in Düsseldorf lebensgefährlich verletzte Kampfrichter ist tot. Der 75-Jährige sei in der Nacht zum Montag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann war nach Angaben der Feuerwehr am Sonntagmittag von einem Speer getroffen worden, die Ermittlungsbehörden gehen von einem Unglücksfall aus.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand war der Kampfrichter offenbar zu früh losgelaufen und von dem fliegenden Speer getroffen worden. Dabei wurde der Mann an der Halsschlagader verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Geworfen hatte den 700 Gramm schweren Speer ein 17 Jahre alter Nachwuchsathlet.
Wettkampfleiter Jochen Grundmann sagte Bild.de: „Der Kampfrichter lief los, bevor der Speer gelandet war. Er dachte wohl, er könne die Flugbahn berechnen.“
Sanitäter und Zuschauer kümmerten sich um den Verletzten und alarmierten den Rettungsdienst. Sieben Personen erlitten einen Schock. Der Wettkampf wurde nach dem Vorfall abgebrochen. Etwa 800 Zuschauer sollen die Wilhelm-Unger-Spiele, ein traditionelles Sportfest für Nachwuchssportler aus der Region, besucht haben.
dapd/bee

