Frankfurt

Bombenalarm auf Flughäfen in Schönefeld und Frankfurt

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Gleich drei Mal sorgten falsche Bombenalarme für Aufregung. In Schönefeld war es ein schlechter Scherz mit ernsten Konsequenzen.

Schlechter Scherz mit Folgen: Eine 21-Jährige aus Halle hat am Dienstag bei der Kontrolle am Flughafen Berlin-Schönefeld einen Sicherheitsmitarbeiter gleich zweimal gefragt, ob er denn ihre Bombe gefunden habe. Der 32 Jahre alte Mann nahm die als Witz gemeinten Fragen ernst und alarmierte die Polizei. Die Beamten konnten den Verdacht schnell ausräumen. Für die junge Frau hatte der Scherz jedoch Folgen, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Sie bekam eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens und Androhung einer Straftat. Den geplanten Flug nach Kopenhagen konnte die 21-Jährige auch vergessen: Die Airline wollte sie nach der Aktion nicht mehr mitnehmen

Flüge in die USA in Frankfurt abgesagt

Am Frankfurter Flughäfen wurden zwei Flüge in die USA sogar aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das bestätigte der Flughafenbetreiber Fraport am Mittwoch. Eine Maschine war am Dienstag bereits auf dem Rollfeld unterwegs und wurde dann vom Piloten gestoppt, weil sich ein Passagier verdächtig verhalten haben soll. Die Flüge amerikanischer Airlines wurden gestrichen, die Flugzeuge der Bundespolizei übergeben. Die Beamten überprüften zwei Männer - ohne Ergebnis.

Ob etwas Brisantes gefunden wurde, war zunächst unklar. Die Bundespolizei äußerte sich nur zu dem Flug, der am Dienstagmittag nach Newark – 17 Kilometer südwestlich von New York – gehen sollte. Warum die andere Maschine mit Ziel Philadelphia ebenfalls am Boden bleiben musste, blieb zunächst unklar.

Der Flug United Airways 118 nach Newark sei vom Kapitän auf dem Weg zum Rollfeld gestoppt worden, berichtete ein Sprecher der Polizei in Frankfurt. Ein Passagier habe sich nach Einschätzung der Besatzung sehr verdächtig verhalten und möglicherweise einen gefährlichen Gegenstand an Bord geschmuggelt, so die Bundespolizei. Die Fraport-Leitstelle habe daraufhin die Sicherheitsbeamten informiert. Die Bundespolizei räumte das Flugzeug mit 172 Passagieren und 9 Crew-Mitgliedern und überprüfte zwei Verdächtige, einen Saudi und einen US-Bürger. Den Männern habe aber nichts nachgewiesen werden können. Die Polizisten kontrollierten auch die Maschine und das Gepäck. „Der Verdacht konnte nach Abschluss der getroffenen Maßnahmen ausgeräumt werden.“

Eine Gefährdung für den Luftverkehr habe nicht bestanden. Der betreffende Flug wurde vom Luftfahrtunternehmen gestrichen, die Fluggäste auf andere Flüge umgebucht oder vorübergehend in Hotels untergebracht.

Ziel der zweiten Flugzeugs, einer Maschine der Fluggesellschaft US Airways, war Philadelphia. Der Flug am Dienstagmittag sei gestrichen worden und werde nun am Mittwoch von Frankfurt starten, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Einzelheiten nannte er nicht.

( rtr/dpa/alu )