ZDF-Dreiteiler

Der "Adlon"-Film - ein Hotel, zwei Familien, drei Schicksale

| Lesedauer: 3 Minuten
Caroline Rudelt

Foto: DPA

In einem neuen ZDF-Dreiteiler von Oliver Berben und Uli Edel wird die Historie des noblen Hauses mit einer fiktiven Handlung verknüpft

Es war Schauplatz vieler Geschichten. Tragödien, Romanzen, Dramen, die irgendwo in diesen prachtvollen Räumen des Hotels „Adlon“ passierten. Reichlich Stoff bietet die 105 Jahre alte Historie des Hauses also. Offenbar genug, um ihn in einem dreiteiligen TV-Epos zu erzählen. „Das ,Adlon': Ein Hotel. Zwei Familien. Drei Schicksale“ heißt es – und soll eine Mischung aus Fiktion und Realität werden, die Produzent Oliver Berben für das ZDF derzeit in Berlin, Brandenburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen drehen lässt. Von der Kaiserzeit bis in die späten 90er-Jahre reicht die Filmreihe, die das Schicksal der fiktiven Protagonistin Sonja Schadt mit dem Leben der Hotelierdynastie verknüpft. Eine große Aufgabe – die große Namen verlangt.

So war es eine durchaus eindrucksvolle Ansammlung von Schauspielern, die am Donnerstag in einem Saal des Hauses gemeinsam mit Produzent Berben, Regisseur Uli Edel und Drehbuchautorin Rodica Döhnert das Projekt vorstellen wollte. Neben Josefine Preuß in der Rolle der dauerhaft im „Adlon“ wohnenden Sonja Schadt konnten etwa Heino Ferch, Christiane Paul, Jürgen Vogel und Sunnyi Melles gewonnen werden. Um nur einige zu nennen. Burghart Klaußner übernimmt in dem Werk den Part des Hotelgründers Lorenz Adlon. „Hotels sind ein kleiner Jahrmarkt der Weltgeschichte“, sagte er. „So soll die Geschichte des ,Adlon' nun auf unterhaltsame Weise ein Stück Geschichte erzählen.“

Dabei, das bekräftigten alle Darsteller, sei sich zwar an historische Tatsachen gehalten worden – um eine detaillierte Aufarbeitung der Adlonschen Familiengeschichte jedoch ginge es nicht. „Wir haben Briefe, Gästebücher und Archive durchforscht“, sagte Oliver Berben. „Und ich habe mit Percy Adlon und seinem Sohn Felix gesprochen.“ Der Regisseur habe bereits eine mit Spielszenen angereicherte Dokumentation über das Hotel gedreht – bei dem aktuellen Projekt handele es sich dagegen um „Unterhaltung mit historischer Relevanz“. So bildet die Geschichte des Gebäudes, von der von Kaiser Wilhelm II. gefeierten Eröffnung des Hauses über den Brand 1945 bis zum Wiederaufbau den Rahmen. Informationen aus erster Hand hatte Regisseur Edel. Seine Großtante arbeitete in den 30er-Jahren im „Adlon“. Aus ihrem Nachlass habe er sich auch original erhaltene Speisekarten besorgt, die im Film eingesetzt werden.

Bis September wird gedreht, im Frühjahr 2013 plant der Mainzer Sender dann die Ausstrahlung. Im „Adlon“ selbst finden im August weitere Aufnahmen statt. Dabei dauerte es etwas, um Hoteldirektor Oliver Eller von dem Projekt zu überzeugen, wie Jürgen Vogel erzählte. Bei einem Dreh des Films „Emil und die Detektive“, mit ihm als Darsteller, sei es zu einer ungeplanten Explosion im Hotel „Adlon“ gekommen. Der damalige Produzent: Oliver Berben. Caroline Rudelt

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