Frankreich

Strauss-Kahn verklagt Magazin wegen Trennungsbericht

Anne Sinclair soll ihren Mann Dominique Strauss-Kahn vor die Tür gesetzt haben. Zumindest gegen diese Berichte stehen sie noch zusammen.

Die Anwälte von Dominique Strauss-Kahn haben gegen das französische Magazin „Closer“ Klage wegen Verletzung der Privatsphäre eingereicht. Das Magazin hatte vor einem Monat ohne Nennung von Quellen berichtet, Strauss-Kahns Frau, die frühere Journalistin Anne Sinclair, habe dem ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor einem Monat die Tür gewiesen. Das Paar habe sich entschieden, Klage gegen diese Veröffentlichung einzureichen - wegen Verletzung des Privatleben, teilte ihr Anwalt Henri Leclerc am Freitag mit. Über eine Trennung der beiden sagte er nichts.

Strauss-Kahn musste vor gut einem Jahr als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurücktreten, nachdem er wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt wurde. Ein Zimmermädchen beschuldigt den 63-Jährigen, sie in einem New Yorker Luxushotel zum Oralsex gezwungen zu haben. Ein Strafprozess wurde im vergangenen Jahr fallengelassen, da die New Yorker Staatsanwaltschaft Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hotelangestellten hatte. Ein Zivilverfahren läuft aber noch.

Seit dem Frühjahr ermittelt zudem die Justiz im nordfranzösischen Lille gegen den früheren Hoffnungsträger der Sozialisten wegen organisierter Zuhälterei. Dabei geht es um Sex-Partys, an denen „DSK“ teilnahm. Der 63-Jährige gibt an, er habe nicht gewusst, dass die Frauen Prostituierte waren.

Zu Beginn der New Yorker Sex-Affäre hatte sich Anne Sinclair demonstrativ hinter ihren Mann gestellt. „Ich glaube keine Sekunde lang den Anschuldigungen, die gegen meinen Mann erhoben werden“, erklärte die prominente Fernsehjournalistin. Nach der Rückkehr des Paares im September nach Frankreich zog sich „DSK“ weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Sinclair wurde im Januar Chefredakteurin der französischen Ausgabe der renommierten Online-Zeitung „Huffington Post“.