Spanien

König Juan Carlos hat angeblich zwei uneheliche Kinder

Eine Frau und ein Mann behaupten, uneheliche Kinder von Spaniens König Juan Carlos zu sein. DNA-Tests scheinen das zu belegen.

Foto: DAPD

Der Spott für Spaniens gebeutelten König Juan Carlos nimmt kein Ende. Erst die peinlich missglückte Elefantenjagd in Botswana, dann die Gerüchte über eine Affäre mit der deutschen Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein, und jetzt melden sich auch noch angebliche Kinder des Monarchen – eine belgische Tochter und ein Sohn in Spanien. „Ist er wirklich so ein Don Juan?“, fragt die „Bild“-Zeitung.

Vor zehn Jahren will sie es erfahren haben. Damals saß die Belgierin Ingrid Sartiau (46) mit ihrer Mutter vor dem Fernseher und sah eine Sendung über den spanischen König. „Dieser Mann ist dein Vater“, so die Mutter eher beiläufig, wollte aber nicht mehr zum Thema sagen, obwohl die Tochter sie mit Fragen bombardierte. Erst vor einem Jahr begann Ingrid mit den Nachforschungen, angeregt auch von dem spanischen Journalisten José María Zavala, der im Januar 2011 ein Buch mit dem vielsagenden Titel „Borbonen und Bastarde“ herausbrachte. Ihr Fall kam in dem Buch nicht vor, darum durchstöberte Ingrid das Internet. Dort stieß sie auf Albert Solà (56), der in Girona lebt und ebenfalls behauptet, ein uneheliches Kind von Spaniens König zu sein.

Nicht die ersten Anwärter

Seine Geschichte klingt abenteuerlich. Kurz nachdem er in Barcelona auf die Welt kam, wurde er nach Ibiza gebracht, wo er seine ersten fünf Lebensjahre bei einer Pflegefamilie verbrachte, später wurde er von einer anderen Familie auf dem Festland unweit von Girona adoptiert. Albert begann in den 80er-Jahren, nach seinen Ursprüngen zu forschen. Er beauftragte Detektive. Die wollen herausgefunden haben, dass seine Mutter Maria Bach Ramón, Tochter einer katalanischen Bankiersfamilie, sei. Nachdem ihn die Belgierin kontaktiert hatte, unterzogen sich die beiden einem DNA-Test, der eine 91-prozentige Übereinstimmung des Genmaterials nachwies. Die beiden sind sich sicher, Halbgeschwister zu sein.

Ingrid und Albert sind nicht die ersten Anwärter auf blaues Blut. Bereits im Jahr 2002 hatte die Französin María José de la Ruelle (53) behauptet, sie sei die Tochter von Prinzessin Maria Gabriella von Savoyen und Juan Carlos. Ihre Behauptung wurde allerdings von der Casa Real dementiert und ist auch wenig glaubwürdig. Sie verlor einen Vaterschaftsprozess, zudem wäre die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt gerade einmal 14 Jahre alt gewesen. Ungereimtheiten gibt es auch beim Fall von Paula, der Tochter von Gräfin Olginha Nicolis (Gräfin von Robilant). Ihre Mutter soll Juan Carlos 1956 in Portugal kennengelernt haben. Paula (Jahrgang 1959) lebt heute in England, hat nie geheiratet und will von der ganzen Sache nichts wissen. Auch Königsexperte Zavala hat so seine Zweifel an der Vaterschaft von Juan Carlos. In einem Interview mit der Zeitschrift „Mujerhoy“ sagte er: „Vielleicht wollte sich die Gräfin Robilant mit ihrer Behauptung, ein Kind mit Juan Carlos zu haben, nur wichtig machen.“