Proteste

Red Bull zieht Jesus-Reklame in Südafrika zurück

In einem Zeichentrickfilm des Getränkeherstellers Red Bull wandert eine Jesus-Figur über das Wasser, nachdem er einen Schluck des Energy-Drinks genommen hat. In Südafrika fand man das nicht lustig.

Nach Protesten von Christen und Muslimen hat der Getränkehersteller Red Bull in Südafrika einen TV-Spot zurückgezogen, in dem Christus mit dem Energy-Drink übers Wasser geht. Das Unternehmen erklärte laut südafrikanischen Medien, es sei nicht die Absicht gewesen, jemandes Gefühle zu verletzen. Man sei für seine TV-Cartoons immer auf der Suche nach „bekannten Themen“.

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Südafrikas, Kardinal Wilfried Napier, hatte die Gläubigen aufgerufen, während der derzeitigen Fastenzeit vor Ostern auf Red Bull zu verzichten und das Gesparte für wohltätige Zwecke zu spenden.

Der nationale Islamrat erklärte in einer Solidaritätsbotschaft an Napier, der TV-Spot sei für Christen, Muslime und religiöse Menschen allgemein schmerzhaft.

Weiter heißt es: „Wir wollen unsere Stimmen gemeinsam erheben, um deutlich zu machen, dass Angriffe säkularer Extremisten auf religiöse Symbole und heilige Orte nicht hinnehmbar sind.“