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Wahre Model-Macher suchen ohne Heidi Klum

Heidi Klum sucht in ihrer ProSieben-Show zum siebten Mal "Germany's Next Topmodel. Gefunden wird es von anderen. Und auch Noch-Ehemann wurde aus der Sendung entfernt.

Zum siebten Mal möchte sie ihre Fotos verteilen. Verspricht einer der mehr als 15.000 Bewerberinnen Starthilfe für eine internationale Modelkarriere. Heidi Klum begibt sich trotz der Trennung von Ehemann Seal ab Donnerstag auf ProSieben auf die Suche nach "Germany's Next Topmodel“.

Seals Auftritt ließ sie angeblich nachträglich aus der ersten Folge schneiden, gezeigt wird dagegen, wie auch in diesem Jahr Tränen fließen und Träume zerplatzen. In der laufenden Sendung, vor allem aber danach. Schließlich ist die Hoffnung auf eine Karriere im umkämpften Modelgeschäft mit dem seichten Format nicht mehr in Verbindung zu bringen.

Die Laufsteg-Bilanz von „Topmodels“ wie Barbara Meier, Alisar Ailabouni, Jennifer Hof, Lena Gercke liest sich ernüchternd. Letztere schaffte es vor Kurzem auf den Titel der „GQ“ – dank freizügiger Fotos mit ihrem Freund, Nationalkicker Sami Khedira.

Dabei ist der Nachwuchs längst gefunden. Abseits der Fernsehkameras, der Showbühne, auf der sich die Kandidatinnen dem Urteil der Jury stellen müssen. Auf der Straße wurden die jungen Talente entdeckt, irgendwo zwischen Hamburg, Berlin und München, von renommierten Agenturen wie „Modelwerk“, „Seeds“, „Mega Model Agency“, „Louisa Models“ oder „Model Management“.

Sie heißen Franziska Müller, Toni Garrn, Katrin Thormann oder Antonia Wesseloh – und sie laufen für die großen Designer in New York, London und Mailand.

Mit dem vermeintlichen Model-Alltag, durch den Heidi Klum ihre Mädchen mit Zuckerbrot und Peitsche führt, hat ihr Leben wenig gemein. Es ist ein schnelllebiges, profitgetriebenes Geschäft, mit viel Konkurrenz – auch unter den Agenturen. Einig sind die sich allerdings in einem Punkt: von einer Show wie „Germany's Next Topmodel“ ist wenig zu halten. Laut darüber sprechen die wenigsten, möchten nicht in Verbindung mit dem TV-Format gebracht werden.

„Mega Model Agency“-Chef Ted Linow sagte etwa dem Magazin „Spiegel“, die Show bringe die gesamte Branche in Verruf. „Wer wirklich Model werden will, geht nicht in die Sendung. Dort machen die Mädchen ein bisschen Werbung und werden ansonsten auf roten Teppichen als Staffage verheizt.“

Agentur-Gründerin Louisa von Minckwitz aus München sieht es ähnlich. Es gehe bei „Germany's Next Topmodel“ um die Quote, um Unterhaltung, aber sicher nicht darum, eine Nachwuchshoffnung auszubilden. Dafür sind in Deutschland andere zuständig: die Macher der Gesichter von morgen.

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