Ein 30 Jahre alter Bäcker aus dem Harz hat auf dem Flensburger Verkehrssünderkonto 357 Punkte gesammelt. Der Mann sei in 51 Fällen von Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Goslar. Zusätzlich zu einer Bewährungsstrafe erhalte er dafür 51 mal sieben Punkte – insgesamt 357.
Die „Goslarsche Zeitung“ hatte zuvor berichtet, der Bäcker sei immer wieder mit dem Auto zur Arbeit gefahren, obwohl er den Führerschein bereits 2010 verloren hatte. Und zwar war er laut Bericht beim Besuch der Love Parade in eine Verkehrskontrolle geraten. Allerdings habe er auf einer Party in der Nacht zuvor ein „Näschen gezogen“.
Zunächst habe ihn seine Freundin zur Arbeit gebracht. Als diese den Führerschein ebenfalls einbüßte, stieg er aufs Fahrrad um. Als ihm der Drahtesel gestohlen wurde, fuhr er verbotenerweise mit dem Auto, bis er anonym angezeigt und von der Polizei erwischt wurde.
Ob der Mann nach dem neuen System überhaupt seine Punkte wieder los wird, ist eher ungewiss. Notorische Verkehrssünder sollen nämlich künftig Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister nicht mehr durch freiwillige oder angeordnete Nachschulungen abbauen können . Das sieht die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angestrebte Reform vor, wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet.
dpa/kami




