Tod der Pop-Ikone

Houston soll an Überdosis Xanax gestorben sein

| Lesedauer: 4 Minuten

Foto: dpa / dpa/DPA

Erst in sechs bis acht Wochen sollen die vollständigen Ergebnisse der Autopsie veröffentlicht werden. Doch offenbar könnte Soul-Legende Whitney Houston an einer Überdosis des Beruhigungsmittels Xanax gestorben sein. Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden, hieß es.

Die vollständigen Ergebnisse der Autopsie der verstorbenen US-Popsängerin Whitney Houston sollen erst in sechs bis acht Wochen öffentlich gemacht werden. Dieses Vorgehen sei bei Todesfällen von besonderem öffentlichen Interesse üblich, sagte der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin von Los Angeles nach der Autopsie und der toxikologischen Untersuchung am Sonntag. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.

Laut Internetportal "TMZ" soll Houston durch das Beruhigungsmittel Xanax und weitere Präparate in Kombination mit Alkohol gestorben sein. Dies sollen Gerichtsmediziner der Familie Houstons mitgeteilt haben. Wasser habe sich demnach nicht in der Lunge Houstons befunden, ein Ertrinken in der Badewanne als Todesursache könne dadurch ausgeschlossen werden.

Das Internetportal verbreitete außerdem Details zum Fund ihrer Leiche. Laut "TMZ" habe Houstons Tante Mary Jones die leblose Sängerin in ihrem Hotelzimmer entdeckt.

Houston war am Sonnabend mit 48 Jahren unter ungeklärten Umständen in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben. Der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin bestätigte, dass die Sängerin leblos in der Badewanne gefunden worden war. Medienberichte, wonach Houston verschreibungspflichtige Medikamente in ihrem Zimmer gehabt haben soll, wollte er nicht kommentieren. Auf die Frage, ob die Ermittler von einem Selbstmord ausgingen, sagte Winter: „Wir schauen uns alle Aspekte des Falls an.“ Möglicherweise könne er am Mittwoch oder Donnerstag weitere Einzelheiten öffentlich machen.

Tochter Houstons wiederholt in Klinik

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist die Tochter von Whitney Houston am Sonntag nach Medienangaben zweimal ins Krankenhaus gebracht worden. Nach einem Aufenthalt am Morgen wurde die 18-jährige Bobbi Kristina am Sonntagabend wieder in die Notaufnahme gebracht, meldete das Portal „TMZ“.

„Bobbi Kris“ war am Morgen nach dem Tod der Mutter mit der Diagnose „Stress und Erschöpfung“ ins Krankenhaus gebracht worden. Laut „TMZ“ wurde sie später wieder in das Hospital gefahren, weil sie „hysterisch, erschöpft und nicht zu trösten“ gewesen sei. Familienmitglieder würden befürchten, dass das völlig am Boden zerstörte Mädchen Hilfe brauche. Bobbi Kristina ist die Tochter aus der längst wieder geschiedenen Ehe Houstons mit dem Sänger Bobby Brown.

Familie spricht von "unvorstellbarer Tragödie"

Die Familie der Pop-Legende äußerte sich am Sonntag erstmals zu der „unvorstellbaren Tragödie“ des Tods Houstons. „Wir sind durch den Verlust unserer geliebten Whitney am Boden zerstört“, hieß es in einer Erklärung. „Wir werden sie sehr vermissen.“ Houstons Ex-Mann Bobby Brown bat, die Privatsphäre der Familie der Familie zu respektieren. „Ich bin zutiefst betrübt über das Ableben meiner Ex-Frau Whitney Houston“, zitierte der Nachrichtensender CNN aus einer Erkläung Browns, dessen turbulente Ehe mit der Sängerin im Jahr 2007 nach 15 Jahren geschieden worden war.

Die Promi-Webseite TMZ berichtete, dass sich Brown auf dem Weg nach Los Angeles befinde, um bei Tochter Bobbi Kristina zu sein. Der Sänger sagte demnach ein Konzert in Nashville im Bundesstaat Tennessee ab. Am Samstagabend war Brown US-Medienberichten zufolge bei einem Auftritt mit seiner wiedervereinigten Band New Edition in Mississippi in Tränen ausgebrochen, nachdem er vom Tod seiner Ex-Frau erfahren hatte. Der Sänger habe „Ich liebe Dich, Whitney“ gerufen und einen Kuss in Richtung Himmel gesendet.

Houstons letzte Rolle als Schauspielerin

Die verstorbene Soulsängerin hatte zuletzt in dem kürzlich fertig gestellten Film „Sparkle“ über die schwarze Motown-Gruppe „The Supremes“ gespielt. In dem Film über die erste Musikgruppe der Sängerin Diana Ross habe Houston die Rolle der Mutter einer der drei Sängerinnen inne gehabt, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Sonntag. Das Trio kämpfte ebenso wie Houston mit Drogenproblemen.

Bei „Sparkle“, der im Sommer in die US-Kinos kommen soll, handelt es sich um ein Remake des gleichnamigen Films von 1976. Darin geht es um den Aufstieg eines Sängerinnen-Trios aus Harlem und ihren turbulenten Kampf mit plötzlichem Ruhm und Drogen. Er ist inspiriert von der Geschichte der Gruppe „The Supremes“, die in den 1960er-Jahren große Erfolge feierte.

( afp/dpa/dapd/rtr/bee )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos