Zuschauerzahlen

Gottschalk-Show rutscht auf Tiefpunkt

15 Millionen Menschen saßen vor dem Fernseher, als Thomas Gottschalk zum letzten Mal "Wetten dass..?" moderierte. Noch 4,3 Millionen war es, als er mit "Gottschalk Live" startete. Am Donnerstag wurde jedoch der bisherige Tiefpunkt erreicht.

Thomas Gottschalk ist am Donnerstagabend mit seiner ARD-Vorabendshow bei den Einschaltquoten auf den Tiefstwert gerutscht und landete erstmals seit dem Start von "Gottschalk Live" vor gut zwei Wochen unter der Millionen-Marke: Nur 930.000 Zuschauer (3,4 Prozent Marktanteil) wollten 19.20 Uhr das Gespräch mit dem Model Eva Padberg und dem Satiriker Oliver Kalkofe sehen. Damit setzte sich auch in der dritten Woche bei der mit großen Hoffnungen gestarteten Show der Negativtrend fort, dass immer weniger Menschen einschalten.

Zum Vergleich: „Die Bergretter“ vom ZDF haben am Donnerstagabend den Quotengipfel gestürmt. 6,42 Millionen sahen ab 20.15 Uhr die Abschlussfolge der Serie um den Kletterprofi Andreas Marthaler (Martin Gruber), der Marktanteil betrug 19,7 Prozent. Der Privatsender RTL kam mit seiner Serie „Die Draufgänger“ auf 3,51 Millionen Zuschauer (10,8 Prozent).

Gottschalk selbst hatte als Ziel ausgegeben, eine zweistellige Quote zu erzielen, die ARD wollte zumindest acht Prozent der Zuschauer erreichen. Besonders bitter fällt der geringe Zuspruch in der für die Werbepreise relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen aus. Nur noch 2,2 Prozent oder 220.000 Menschen aus dieser Altersgruppe schauten Gottschalk zu.

Zum Start der TV-Show wollten noch 4,3 Millionen Fernsehzuschauer Gottschalk sehen. Nun hat also weniger als eine Million. Damit dürfte die Diskussion über den Erfolg der Show und das Format neue Nahrung erhalten. „Wenn man was Neues ausprobieren will, muss man einen langen Atem haben, und den haben wir“, hatte Anfang dieser Woche Monika Piel, ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin, gesagt. „Eine Quotendiskussion gibt es nicht bei der ARD.“ Es ist geplant, dass die Sendung 144-mal laufen soll. Am Donnerstag war es die zwölfte.

Gottschalk selbst gab sich gelassen. „Ich weiß nicht, zum wievielten Mal mir das in meiner Karriere jetzt passiert. Jedes Mal habe ich mir geschworen: Beim nächsten Mal ist mir das einfach wurscht“, schrieb er Anfang März in der „Bild“-Zeitung.