Dschungelcamp – Tag 3

Schnappi, Streit und jede Menge Seelenstriptease

Das Camp wird zum Hobbypsychologen-Club: Dschungel-Mutti Ramona spricht mit Micaela über ihr Coming-Out. Dabei wollte die Berufsnackte nur über Frauen-Sex plaudern.

Foto: RTL

Tag Drei: Es beschleicht einen der leise Verdacht, dass die RTL-Promis den Dschungel mit einer Psychiaterpraxis verwechseln. Vielleicht nehmen sie auch gerne die Beratung der Camp-Kollegen in Anspruch, schließlich ist die ja gratis. Das dürfte bei einigen eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen. Und außerdem kann man damit so schön die Zeit bis zur nächsten Sitzung zurück in Deutschland überbrücken.

Besonders nötig zu haben scheint es Ramona Leiß. Die 54-Jährige, die man sich als nette Dschungel-Mutti vorgestellt hatte, zeigt ihr zweites Gesicht. Sie beschimpft Rocco Stark minutenlang wegen seiner Unordnung und schmeißt ihm sogar dreckiges Geschirr auf seine XL-Liebesmatratze. Da ist dann auch beim dauergrinsenden Ochsenknecht-Sohn der Spaß vorbei. Und er fragt das, was sich die Zuschauer auch im Minutentakt denken: „Gibt es da auch einen Aus-Knopf?“

Micaela interessiert sich für alles – Hauptsache, es geht um Sex

Wenig später wird klar, warum die Ex-“Fernsehgarten“-Moderatorin so dünnhäutig ist. Ausgerechnet ldie Berufsnackte Micaela Schäfer, die eigentlich nur ein bisschen über Sex mit Frauen plaudern wollte, bekommt die ganze Lebensgeschichte der Ramona Leiß zu hören. Die hatte es nämlich nicht leicht: Jahrelang verschwieg sie ihre Homosexualität – eine immense Belastung. Als sie sich dann 2008 outete, verlor sie auch noch ihren letzten Moderationsjob. Dennoch hat sie es nicht bereut: „Den weiblichen Körper, die Sexualität finde ich einfach schöner.“

Micaela beweist gute Zuhörerqualitäten, möchte aber selbst – ausnahmsweise – eigentlich nicht auf die Couch. Doch Rocco, der in der vorherigen Sendung schon seinen großen Mein-Vater-liebt-mich-nicht-Tränendrüsen-Auftritt hatte, fühlt sich bemüßigt, nach ausgiebiger Beobachtung eine Diagnose zu stellen: „Da ist eine Maske, eine leichte Unsicherheit“, analysiert er Micaelas Wesen. „In dir steckt bestimmt viel Cooles drin. Ich würde gerne mehr von dir sehen!“

Und um das mal klarzustellen: Damit meint Rocco nicht ihre Brüste. Die hat Micaela ihm (und ein paar Millionen Fernsehzuschauern) in den vergangenen Tagen so permanent unter die Nase gehalten, dass der „sich auf Dauer daran satt gesehen“ hat. Außerdem unterstellt er ihr eine gewisse Absicht, wenn sie Sachen wie „Ich liebe dreckigen Sex!“ sagt. Ach was.

Daniel Lopes sucht sich neue Freunde

„Sie muss verstehen, dass sie die Leute nicht schocken muss, um Aufmerksamkeit zu kriegen“, gibt auch Daniel Lopes noch eben seinen hobbypsychologischen Senf zum Thema Micaela dazu, bevor er sich todesmutig der Dschungelprüfung stellt. Seine Aufgabe: Er muss durch ein enges Labyrinth kriechen und Sterne ausbuddeln, die von kleinen und großen Viechern bewacht werden.

Besonders das Krokodil, das wild um sich schlägt, scheint nicht zu Späßen aufgelegt. Doch egal ob Ratten, Warane oder eben Schnappi, das kleine Krokodil – Daniel hat sie alle gern: „Ich bin dein Freund! Ihr seid ganz süß! Siehst du: Sie haben mich lieb!“

Dazu wagen wir jetzt mal eine kleine Psycho-Diagnose: Ist Daniel so dringend auf der Suche nach einem Freund im Camp, dass er sogar mit Ratten vorlieb nimmt? Offenbar scheint das die beste Wahl zu sein.