Eigentlich hat sie alles, was eine Frau glücklich macht: Keira Knightley (26) sieht gut aus, ist beruflich erfolgreich und ist glücklich verliebt. Und doch kann sie all das Positive gar nicht so richtig genießen, da sie mit der Kritik, die an ihr manchmal geübt wird, nicht klar kommt. In einem Interview mit der englischen Zeitung „Mirror“ verriet die Schauspielerin am vergangenen Wochenende, dass sie regelmäßig zusammenbricht, wenn sie liest, was manchmal über sie geschrieben wird.

"Es gab schon diverse Momente, in denen ich mich einfach nur noch auf dem Badezimmerboden zusammengekauert und geweint habe.“ Allerdings gab der Star aus „Fluch der Karibik“ zu, dass ihre emotionalen Ausbrüche hin und wieder auch damit zu tun haben, dass sie sich ein wenig einsam fühlt, weil von ihr in ihrem Beruf so viel abverlangt wird. „Es kommt eben immer ein bisschen auf den Wochentag an. An manchen Tagen geht’s mir wieder gut und es macht mir alles nichts aus, aber hin und wieder nehme ich mir alles viel zu sehr zu Herzen.“ Im selben Atemzug gab Keira dann übrigens auch noch zu, ein richtiger Partymuffel zu sein: „Ich bin echt ein schlechter Gast auf Feten. Entweder sitze ich nur irgendwo herum oder ich gehe tanzen und betrinke mich.“

Klingt fast so, als müsste man ein bisschen Mitleid mit der knochigen Britin haben, die 2002 durch ihre Rolle in „Kick It Like Beckham“ berühmt wurde und zuletzt in „Eine dunkle Begierde“ zu sehen war. Dabei hat die in London geborene Aktrice eigentlich keinen Grund, sich hinter ihrer Leistung zu verstecken. Für ihre Darstellung in „Stolz und Vorurteil“ wurde sie 2006 für den Golden Globe sowie für den Oscar nominiert, seit 2007 ist Knightley das Werbegesicht von Chanel für den Duft „Coco Mademoiselle“. Zudem ist die 26-Jährige immer eifrig dabei, wenn es darum geht, irgendwo für eine Stiftung zu arbeiten. Hinzu kommt die Tatsache, dass die fesche Keira laut der aktuellen US-Forbes-Liste zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen in Hollywood gehört, die „FHM“ listete sie außerdem mehrfach noch zu den 100 schönsten Frauen der Welt.

Im Grunde hätte der Hollywoodstar also keinen Grund, sich in eine Ecke zu verkriechen und darüber zu heulen, wie gemein doch die Welt zu ihr ist. Vielleicht sollte sie künftig mehr Zeit mit ihrem Liebsten, dem „Klaxons“-Sänger James Righton, verbringen. Der würde die Aktrice, die über sich selbst sagt, dass sie ein Workaholic ist, mit Sicherheit auf andere Gedanken bringen, wenn er ihr ein bisschen von seiner Indi-Rock-Musik vorspielt.