Benedikt XVI.

Papst fordert energisches Vorgehen gegen Pornos

Papst Benedikt XVI. hat die katholischen deutschen Bischöfe aufgefordert, entschiedener als bisher gegen Pornografie vorzugehen. Zuletzt war der katholische Weltbild-Verlag kritisiert worden, im Internet mit Pornos Geld zu verdienen.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Papst Benedikt XVI. hat die katholischen deutschen Bischöfe aufgefordert, entschiedener als bisher gegen Pornografie vorzugehen. Es sei an der Zeit, Prostitution und auch die „Verbreitung von Material erotischen oder pornografischen Inhalts, gerade auch über das Internet, energisch einzuschränken“, sagte der Papst am Dienstag in Rom bei einem Empfang für den neuen deutschen Botschafter Reinhard Schweppe.

Der Heilige Stuhl werde darauf achten, „dass der notwendige Einsatz gegenüber diesen Missständen seitens der katholischen Kirche in Deutschland vielfach entschiedener und deutlicher erfolgt“. Pornographie sei das Ergebnis hedonistischer und materialistischer Tendenzen in der Gesellschaft. Eine Beziehung, die nicht beachte, dass Mann und Frau die gleiche Würde besitzen, bedeute ein schweres Vergehen gegen die Menschlichkeit, so der Papst.

In den vergangenen Wochen war gegen den katholischen Weltbild-Verlag der Vorwurf erhoben worden, in seinem Internet-Sortiment mit Pornos Geld zu verdienen. Der Verlag wies dies zurück und erklärte, in seinem Sortiment keine Pornografie anzubieten. Schlagzeilen wie „Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen“ seien „schlichtweg unwahr und diffamierend“.

Der Verlag verwies zudem darauf, dass die über das Stichwort „Erotik“ im Internet zu findenden Bücher im Jahr 2011 nur einen Anteil von weniger als 0,017 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt hätten. Gesellschafter des Verlags sind die katholischen deutschen Diözesen.

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