"Wetten, dass..?"

Rätselraten um Gottschalk-Nachfolge hat ein Ende

Der als Top-Favorit für die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass..?" gehandelte Entertainer Hape Kerkeling macht es mit seiner Antwort spannend. Bei Gottschalks vorletzter Show am Samstag in Leipzig schickte er zunächst sein Alter Ego Horst Schlämmer vor.

Thomas Gottschalk wird den Topfavoriten für seine Nachfolge bei „Wetten, dass..?“, Hape Kerkeling, an diesem Samstagabend zu dessen Plänen befragen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gottschalk das Thema nicht anspricht. Was Kerkeling darauf antwortet, bleibt allerdings abzuwarten“, sagte ZDF-Sprecher Peter Gruhne am Sonnabend. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung gibt Kerkeling (46) seine Entscheidung in der Sendung bekannt. Der 61-jährige Gottschalk präsentierte am Sonnabend zum vorletzten Mal Europas größte Samstagabendshow.

Bislang hat sich Kerkeling ebenso wenig zu dem Thema geäußert wie Gottschalk, der die Sendung zum 150. Mal präsentiert. Offiziell kommt Kerkeling als Wettpate in die Show.

An Gottschalks Seite steht Co-Moderatorin Michelle Hunziker. In der Show treten Udo Lindenberg, Clueso und der Geiger David Garrett auf. Zu sehen sind Teile der Bühnenshow „Batman“ und des Kerkeling-Musicals „Kein Pardon“. Die zweieinhalbstündige Sendung wird live aus der Messe Leipzig ausgestrahlt.

Bei einer Pressekonferenz am Freitag wollte sich Gottschalk nicht äußern. Nach Gottschalks Abschied (3. Dezember, Friedrichshafen) ist die erste Show mit neuem Entertainer und verändertem Konzept für das erste Halbjahr 2012 geplant.

Skandalreporter Horst Schlämmer hat die Nachfolgediskussion um Thomas Gottschalk satirisch auf die Spitze getrieben. Nicht Gottschalk, sondern der von Hape Kerkeling dargestellte Chefredakteur des fiktiven „Grevenbroicher Tageblatts“ eröffnete am Samstag die ZDF-Show „Wetten, dass..?“ in Leipzig und sagte dabei, dass der als Topfavorit gehandelte Kerkeling das quotenstarke ZDF-Aushängeschild nicht übernehmen werde.

Kerkeling habe zu hoch gepokert, weil er hätte 5000 Mark pro Sendung haben wollen, ergänzte Schlämmer. Wer sonst könne den Job machen? Die Daniela Katzenberger würde das ZDF wohl kaum kriegen, Jörg Pilawa sei auch im Gespräch, so sinnierte Schlämmer, aber wer wolle schon drei Stunden Quiz hören? Stefan Raab komme auch infrage, er habe immerhin denselben Zahnarzt wie er selbst (Schlämmer hat schiefe Zähne).

Wochenlang galt Kerkeling unter den Favoriten in der Nachfolgefrage als Nummer eins. Der 46-jährige betonte aber wiederholt, dass er sich nicht vor Gottschalks letzter Ausgabe am 3. Dezember zum Thema äußern werde – allein aus Respekt vor Gottschalks Lebensleistung. Die Illustrierte „Bunte“ berichtete jedoch vor kurzem, Kerkeling habe die Moderation abgelehnt. Das ZDF will die Nachfolge Gottschalks noch in diesem Jahr geklärt wissen, sagte Programmdirektor Thomas Bellut daraufhin.

Kerkeling sollte am späteren Abend noch einmal in der Show auftreten, dann aber als Kerkeling selbst. Gottschalk war mit einer kurzen Unterbrechung seit 1987 Moderator der ZDF-Show. Noch im ersten Halbjahr 2012 soll die Sendung nach derzeitigem Stand in neuem Gewand fortgesetzt werden.