Air-France-Todesflug 447

Verwandte der Absturz-Opfer erhalten je 126.000 Euro

228 Menschen starben im Juni 2009 beim Absturz einer Air-France-Maschine. Ein Gericht hat Entschädigungen für die engsten Verwandten der Opfer angeordnet.

Wegen des Absturzes der Air-France-Maschine im Juni 2009 mit 228 Toten über dem Atlantik soll die Fluggesellschaft den nächsten Verwandten der Opfer nach Angaben eines Anwalts jeweils 126.000 Euro Entschädigung zahlen. Das habe ein Gericht in Frankreich angeordnet, sagte Anwalt Marc Fribourg. Grundlage ist das Abkommen von Montréal über Fluggastrechte, das eine automatische Entschädigung in dieser Höhe vorsieht.

Der Flugzeugbauer Airbus muss demnach nicht zahlen. Das Unternehmen hatte den Unglück-Airbus A330 hergestellt. Das Gericht sei zu dem Schluss gekommen, dass es keinen sicheren Zusammenhang zwischen Problemen bei der Maschine und dem Unglück gebe, sagte Fribourg.

Der Airbus A330-200 der französischen Fluglinie Air France war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Südatlantik abgestürzt. Wrackteile liegen bis heute auf dem Meeresgrund.

Die französische Regierung geht beim Absturz der Air-France-Maschine über dem Atlantik vor zwei Jahren nach einem Medienbericht eindeutig von einem Pilotenfehler aus . „Die Verantwortung liegt zu fünf Prozent beim Flugzeug und zu 95 Prozent bei der Crew“, zitierte die Zeitschrift „L'Express“ Regierungsvertreter.

Die französischen Unfallermittler werten noch immer die Flugschreiber aus, die vom Meeresgrund geborgen wurden.