120 Hektar

Mexikos Armee entdeckt gigantische Hanfplantage

Ein wichtiger Schlag der Armee im Mexikanischen Drogenkrieg: Nahe der Grenze zu den USA haben sie eine gigantische Hanfplantage entdeckt. 120 Tonnen Marihuana wurden dort angebaut.

Drogenfahnder haben im Norden Mexikos das bisher größte Hanffeld zur Gewinnung von Marihuana entdeckt. Die Plantage ist nach Behördenangaben 120 Hektar groß und liegt in der Gemeinde Ensenada ungefähr 100 Kilometer südlich der Grenze zu den USA. Der Kommandant der Militärregion, Alfonso Duarte Mújica, sagte vor Journalisten, rund 60 Tagelöhner seien auf der Drogenplantage beschäftigt.

Das Feld war durch ein schwarzes Netz getarnt, welches den Pflanzen gleichzeitig Schatten spendete. Die Soldaten hätten die Plantage bei der Bodenaufklärung entdeckt, aus der Luft sei sie nicht zu erkennen gewesen, sagte der Kommandant weiter. Eine Ernte des Feldes hätte den Angaben zufolge 120 Tonnen Marihuana mit einem Marktwert von umgerechnet 110 Millionen Euro ergeben.

Durch Mexiko werden seit Jahrzehnten Drogen wie Kokain aus Südamerika in die USA geschmuggelt. Zudem lassen die Kartelle seit Jahren zunehmend auch Drogen wie Marihuana und Heroin im Land produzieren. Die Hanf- und Mohnpflanzen dazu werden hauptsächlich in den Bergen pazifischer Bundesstaaten wie Guerrero, Michoacán, Jalisco und Sinaloa angebaut.