Undurchsichtiges Manöver

Bundeswehrsoldat findet Millionen-Geldkoffer

In Bad Kissingen fand ein Bundeswehrsoldat mehrere Koffer mit mehr als einer Million Euro Inhalt. Sie waren an einer Autobahnauffahrt aus einem Geldtransporter gefallen.

Ein Bundeswehrsoldat hat bei der Polizei in Bad Kissingen mehrere Geldkoffer mit mehr als einer Million Euro Inhalt abgegeben. Der Mann hatte das Geld bereits zwei Tage zuvor an einer Autobahnauffahrt gefunden.

Die Geldkoffer waren aus einem Geldtransporter gefallen, wie die Polizei in Würzburg berichtete. In den vergangenen Tagen hatten die Beamten intensiv nach der verschwundenen Million gefahndet. Der 41-jährige Soldat gab bei der Polizei an, er habe die Koffer an einer Autobahnauffahrt gefunden und mitgenommen.

Derzeit ist noch offen, ob der Finder mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat. Der Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt sagte in Schweinfurt, es sei noch unklar, was den Mann dazu bewogen habe, die Geldkoffer zwei Tage bei sich aufzubewahren, bevor er mit seinem Fund zur Polizei ging. Vogt kündigte an, sich nach Akteneinsicht nochmals zu dem Fall äußern zu wollen.

Zeugen hatten beobachtet, wie die Geldkoffer aus dem fahrenden Geldtransporter purzelten. Offenbar hatte sich eine Tür des Transporters von selbst geöffnet. Ein weiterer Zeuge berichtete, er habe gesehen, wie anschließend ein Militärfahrzeug anhielt und in dieses Fahrzeug etwas eingeladen wurde. Die Ermittlungen seien aufgrund dieser Aussagen bereits "in Richtung Bundeswehr forciert" worden, teilte die Polizei weiter mit.

Die Polizei hatte eine Suchaktion gestartet. Zwei Tage lang war das entsprechende Teilstück der Rhönautobahn A 7 systematisch abgesucht worden, unter anderem mit einem Polizeihubschrauber.