Die Verdächtigen machten nach Angaben der Polizei noch keine Aussagen. Trotzdem erhofften sich die Ermittler von ihnen Aufschluss über mehrere aufsehenerregende Raubüberfälle in den Vereinigten Staaten, Japan und den Arabischen Emiraten. Die beiden in einem Hotel in Gewahrsam genommenen Männer seien vermutlich „große Fische“.
Den „Pink Panthern" werden mehr als 100 bewaffnete Raubüberfälle mit einer Beute von rund 110 Millionen Euro zugeschrieben. Die Mitglieder der Bande hatten vermutlich als Soldaten oder Freischärler in den Balkankriegen gekämpft und sich dann dem organisierten Verbrechen zugewandt. Die internationale Polizeibehörde Interpol hat seit knapp zwei Jahren eine eigene Arbeitsgruppe, die sich mit den Juwelenräubern befasst. Bislang sind aber nur wenige Täter hinter Schloss und Riegel.
Ihren harmlos klingenden Spitznamen haben die Räuber von britischen Ermittlern, die vor einigen Jahren einen gestohlenen Edelstein in einem Tiegel Gesichtscreme fanden – wie die Polizei in der Krimikomödie „Der Rosarote Panther“ mit Peter Sellers von 1963. Der Name gefällt den Räubern offenbar: An mehreren Tatorten wurden sie mit rosaroten Hemden gesehen.
AFP/clb

