Kolumbien

Farc-Rebellen entführen 23 Erdölarbeiter

Im Osten Kolumbiens sind 23 Mitarbeiter einer Erdölfirma entführt worden. In dem schwer zugänglichen Gebiet sucht jetzt die Luftwaffe nach ihnen.

Im Südosten Kolumbiens sind 23 Mitarbeiter eines kanadischen Ölunternehmens entführt worden. Die Tat habe sich etwa 480 Kilometer östlich der Hauptstadt Bogota in dem Bezirk Cumaribo ereignet, sagte der Gouverneur des Staates Vichada, Juan Carlos Avila. Das Gebiet ist nur mit Hubschraubern zu erreichen.

"Drei Unbekannte drangen in das Lager ein und zwangen die 23 Personen, mit ihnen an einen unbekannten Ort zu gehen", sagte Avila. Bei den Arbeitern handelt es sich um Kolumbianer, die für das Unternehmen Talisman Energy tätig sind.

Nach Aussage des Gouverneurs könnte es sich bei den Entführern um Mitglieder der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) handeln. Die Rebellen halten sich in dem Gebiet auf. Ähnlich äußerten sich auch die Streitkräfte, die in einer kurzen Stellungnahme mitteilten, es scheine so, als stecke die Farc hinter der Tat. Ebenso wurde mitgeteilt, dass Soldaten entsandt worden seien, um nach den Arbeitern zu suchen.

Talisman hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem staatlichen kolumbianischen Konzern Ecopetrol die Öl-Konzession von BP übernommen. Während die Kanadier 49 Prozent der Anteile halten, gehören Ecopetrol 51 Prozent. Von beiden war keine Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen zu erhalten.