Auf der Hawaii-Insel Oahu war der Wellengang erstmals seit fünf Jahren wieder so hoch, dass die Surfer zum traditionellen Quiksilver-Wettbewerb antreten konnten. Mehrere tausend Schaulustige drängten sich am Nordstrand der Insel, um die Teilnehmer auf neun Meter hohen Wellen reiten zu sehen.
Mit einem perfekten Ritt auf einer über zwölf Meter hohen Welle übertrumpfte der Kalifornier Greg Long seine 27 Konkurrenten. Als Sieger des Wettbewerbs „The Eddie“, in Gedenken an den Wellenreiter Eddie Aikau, kassierte er ein Preisgeld von 55.000 Dollar (etwa 37.000 Euro).
Ein Sturm im Nordpazifik brachte seit Tagen haushohe Brandungswellen mit sich. Nach Schätzungen der Veranstalter verfolgten mehr als zwanzigtausend Zuschauer das Spektakel vom Strand aus.
Wie die Zeitung „Honolulu Advertiser“ berichtete, waren die Wellen in der Waimea Bucht im Laufe des Tages fast 14 Meter hoch. Neben der Surfelite aus Hawaii, darunter Mark Healey und Bruce Irons, nahmen auch Spitzensportler vom amerikanischen Festland, aus Chile, Australien und Japan teil.
Der Wettbewerb findet nur statt, wenn die Wellen in der Waimea-Bucht mindestens sechs Meter erreichen. Seit dem Start im Jahr 1984 ist es jetzt das achte Mal, dass diese Bedingung erfüllt ist.
Unter den 28 Teilnehmern waren professionelle Surfer wie der neunfache Weltmeister Kelly Slater aus Florida und Lokalmatador Bruce Irons.
„Wir wollen, dass Leute mitmachen, die es nicht erwarten können, sich über die Wellenkante zu ziehen und sich dann acht Meter hinabzustürzen“, sagte der Chef des Sponsoren Quiksilver, Bob McKnight.
Der Wettbewerb findet im Gedenken an Eddie Aikau statt, einem legendären Surfer der Hawaii-Inseln, der 1978 während einer Kanufahrt von Hawaii nach Tahiti im Alter von 31 Jahren tödlich verunglückte. „Es ist immer cool, für Eddie zu surfen“, sagte Clyde Aikau. Der Gewinner bekommt ein Preisgeld von 55.000 Dollar (37.200 Euro).
AP/cor




