Versuchter Raub

Räuber sprengen bayerische Bankfiliale in die Luft

Dreiste Diebe jagten in Pörnbach Bankautomaten in die Luft und richteten dabei einen Schaden von fast 200.000 Euro an – doch Geld erbeuteten sie nicht.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Riesenschaden, aber kein Cent Beute: Drei Einbrecher haben in Pörnbach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) in einer Bankfiliale zwei Automaten in die Luft gesprengt. Es entstand ein Schaden von bis zu 200.000 Euro. Das Erdgeschoss des Gebäudes an der Bundesstraße 13 wurde am frühen Morgen völlig zerstört. Verletzt wurde bei der Explosion niemand.

„Es ist nichts mehr ganz da drin“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Zwei große Fensterscheiben barsten und die gesamte Straße war mit Glassplittern übersät. Die bislang unbekannten Täter jagten einen Kontoauszugsdrucker und einen Geldautomaten in die Luft.

Der Drucker sei völlig zerstört, der Automat lediglich beschädigt worden. Geld erbeuteten die Räuber daher nicht. Sie flüchteten in einem kleinen silberfarbenen Peugeot. Anwohner waren gegen 3.15 Uhr durch einen lauten Knall geweckt worden. Die Täter hatten Sprengsätze an den Automaten angebracht und diese elektrisch aus sicherer Entfernung gezündet.

Die Sprengstoffexperten des LKA übernahmen die Ermittlungen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Sie sicherten Spuren an den beiden Geräten und im Schalterraum, was darauf hindeutet, dass an mehreren Orten Sprengstoff eingesetzt wurde. Um welchen Sprengstoff es sich handelt, muss durch eine Untersuchung im kriminaltechnischen Institut des LKA in München geklärt werden.

Kurz nach der Detonation flüchteten die Männer. Die Fahndung nach dem Auto, dessen Kennzeichen die Polizei kennt, läuft auf Hochtouren. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt. Die Bundesstraße 13 war bis kurz vor 10.00 Uhr gesperrt.