+++ Live-Ticker Japan +++

Erneut Rauch und Dampf über Fukushima

Über dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 steigen erneut Rauch und Dampf auf. Alle Infos im Live-Ticker.

01:48 Uhr: Aus zwei Reaktoren des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima 1 steigen erneut Rauch und Dampf auf. Meldungen der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge sind die Reaktoren 2 und 3 der Anlage betroffen. Bereits am Montagmorgen ist das Akw wegen aufsteigenden Rauchs teilweise evakuiert worden.

23:43 Uhr: Die Bauern in der Umgebung des japanischen Atomkraftwerks Fukushima sollen freiwillig darauf verzichten, verstrahlte Lebensmittel in den Handel zu bringen. Der Gouverneur der Präfektur Ibaraki, Masaru Hashimoto, sagt, es bestehe zwar kein Gesundheitsrisiko. Er werde aber jede Kommune bitten, keinen Spinat auf die Märkte zu bringen. Die Regierung der Präfektur Fukushima fordert Molkereien auf, keine belastete Milch auszuliefern.

22.09 Uhr: Der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco stellt in unmittelbarer Nähe des havarierten Atommeilers Fukushima 1 stark erhöhte Konzentrationen radioaktiver Substanzen im Meerwasser fest. In etwa 100 Metern Entfernung zur Unglücksstelle sei eine knapp 127-fach erhöhte Belastung mit Jod 131 gemessen worden, sagt ein Vertreter des Unternehmens am Dienstag (Ortszeit).

20.55 Uhr: Die Wassermassen des Tsunamis haben an der Nordostküste Japans wohl mehr Menschen getötet als das starke Erdbeben, teilt ein Professor der Gerichtsmedizin an der Chiba University der japanischen Tageszeitung „Yomiuri Shimbun“ mit. So seien in der Stadt Rikuzentakata 90 Prozent der Menschen gestorben.

20.04 Uhr: Die Strahlungswerte in Fukushima sind nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auch außerhalb der Evakuierungszone hoch. Die Messwerte lägen auch außerhalb der Zone in einem Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk erheblich über der natürlichen Strahlung. „Da muss man sich etwas überlegen“, sagt ein hochrangiger IAEA-Beamter.

17.40 Uhr: In den Pazifik-Gewässern nahe dem Unglücksreaktor Fukushima I ist dem Betreiber Tokyo Electric Power (Tepco) zufolge eine geringe Menge Radioaktivität nachgewiesen worden. Eine unmittelbare Gefahr gehe davon nicht aus.

16.25 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation fordert Japan dazu auf, stark radioaktiv belastete Lebensmittel unverzüglich aus dem Handel zu nehmen. Verstrahlte Lebensmittel seien eine größere Gefahr für die menschliche Gesundheit als radioaktive Partikel in der Luft, erklärte WHO-Sprecher Gregory Hartl. Denn während die Partikel in der Luft nach wenigen Tagen verschwunden seien, lagerten sich die Partikel aus Lebensmittel im Körper ab.

14.52 Uhr: Der Ruf nach umfassenderen Evakuierungsmaßnahmen wird immer lauter. Vor allem schwangere Frauen und Kinder müssten in Sicherheit gebracht werden. „Es ist unverständlich, dass die Evakuierungen nicht längst fortgesetzt worden sind“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, Rebecca Harms, die Japan mehrfach auch in Sachen Kernenergie bereist hat. Der Alternative Nobelpreisträger und Atomfachmann Mycle Schneider bezeichnete die Evakuierungen als „wahnsinnig dringend“.

14.50 Uhr: Bei dem weißen Qualm über Block 2 handelt es sich wahrscheinlich um Dampf und nicht um Rauch, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

14.12 Uhr: Der Chef der Internationalen Atombehörde (IAEA), Yukiya Amano, kritisiert Japan für seinen Umgang mit der Reaktorkatastrophe und fordert für die Zukunft Verbesserungen. Amano, der selbst Japaner ist, erklärte, Informationen müssten von den betroffenen Regierungen künftig schneller zur Verfügung gestellt werden und auch internationale Experten müssten ihre Informationen schneller austauschen können.

13.19 Uhr: Der Betreiber des stark beschädigten Kernkraftwerks Fukushima 1 will womöglich eine Entschädigung an Bauern in der Region zahlen.

12.46 Uhr: Feuerwehrleute beenden nach Angaben der japanischen Regierung ihren Einsatz zur Kühlung von Reaktorblock 3, nachdem Rauch zu sehen war.

12.00 Uhr: Der Betreiber des Atomkraftwerks erklärt, die Ursache der Rauchentwicklung über den Blöcken 2 und 3 sei bislang nicht geklärt.

11.35 Uhr: Auch über dem havarierten Reaktor 2 des Katastrophen-AKW Fukushima steigt Rauch auf. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

10.00 Uhr: US-Investor und Milliardär Warren Buffett rät zu Investitionen in die japanische Wirtschaft. „Ich schaue nicht anders auf die Zukunft der japanischen Wirtschaft als vor zehn Tagen. Außergewöhnliche Ereignisse bieten die Möglichkeit zum Kauf“, sagt er.

10.40 Uhr: Bei der Inspektion des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hat es offenbar massive Unregelmäßigkeiten gegeben. Das geht aus einem Bericht der japanischen Atomsicherheitsbehörde hervor.

10.00 Uhr: Die japanische Regierung zieht Konsequenzen aus Warnungen über wahrscheinlich erhöhte Strahlenwerte in Lebensmitteln aus den verseuchten Gebieten. Sie verbietet die Lieferungen von Frischmilch aus der Präfektur Fukushima sowie von Spinat aus mehreren angrenzenden Bezirken.

08.59 Uhr: Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind am Montag die Einsatzkräfte evakuiert worden. Grauer Rauch stieg aus Block 3 der Anlage auf. In den Brennelementen dieses Reaktors befindet sich hochgefährliches Plutonium.

08.00 Uhr : Der japanische Staat wird nach Einschätzung der Regierungspartei wegen der Erdbebenkatastrophe „bis Juni zwei große Nachtragsetats verabschieden müssen.“ Das sagte Jun Azumi, ein Spitzenvertreter der Demokratischen Partei. Volkswirte gehen davon, dass durch die Katastrophe ein Schaden von mehr als 140 Milliarden Euro entstanden ist.

05.30 Uhr: Japans Atombehörde bestätigt, dass die Reaktorblöcke 5 und 6 wieder ans Stromnetz angeschlossen wurden.

05.01 Uhr: Im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt Tokio ist radioaktives Cäsium nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium riet zudem den etwa 6000 Bewohnern des Dorfes Iitate wegen radioaktiven Jods im Wasser davon ab, Leitungswasser zu trinken. Iitate liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich des Atomkraftwerkes Fukushima.

03.36 Uhr: Die japanische Polizei rechnet inzwischen mit mehr als 18.000 Toten durch die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März. Am Sonntag noch war von 8600 Toten und 12.800 Vermissten gesprochen worden.

01.38 Uhr: In einem Dorf nahe der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist eine stark erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser gemessen worden. Der Grad von radioaktivem Jod im Wasser von Iitatemura sei drei Mal so hoch wie der von der Regierung festgesetzte Grenzwert, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Iitatemura liegt rund 40 Kilometer von Fukushima 1 entfernt und hat etwa 4000 Einwohner.

„Es hat keine direkten Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn das Wasser zeitweise getrunken wird“, erklärte ein Ministeriumssprecher. „Trotzdem raten wir als Vorsichtsmaßnahme den Dorfbewohnern dazu, das Wasser nicht zu trinken.“ Medienberichten zufolge sollen die Einwohner nun mit Wasserflaschen versorgt werden.

Bereits am Wochenende war im Trinkwasser in der Hauptstadt Tokio sowie in mehreren zentraljapanischen Präfekturen eine ungewöhnlich hohe Konzentration von radioaktivem Jod gefunden. Die Werte wurden aber als unbedenklich eingestuft. In den Präfekturen Fukushima und Ibaraki nahe der Atomanlage wurden in Milch und Spinat erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen.

22.02 Uhr: Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat seinen für Montag geplanten Besuch in der Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima abgesagt. Grund seien die schlechten Wettervorhersagen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Für die Region ist Regen angesagt. So werde es schwierig für Kans Helikopter, dort zu landen oder zu starten, sagte ein Regierungssprecher.