Schiesserei

Vierjährige in mexikanischem Drogenkrieg getötet

Immer mehr Unschuldige fallen der Gewalt mexikanischer Drogenbanden zum Opfer. In Acapulco fand die Polizei ein vierjähriges Mädchen – erschossen in einem Auto.

Der mexikanische Drogenkrieg hat erneut ein Kind das Leben gekostet. Ein vier Jahre altes Mädchen wurde erschossen in einem Auto aufgefunden, wie die Polizei in dem Badeort Acapulco mitteilte. Es ist bereits das siebte Kind, das in wenigen Tagen in dem Drogenkrieg in der Stadt getötet wurde. Neben dem Mädchen wurde in dem Auto in der Nacht auch die Leiche einer ebenfalls erschossenen Frau gefunden.

Wenige Tage zuvor kam es vor allem in den Randgebieten Acapulcos zu mehreren Gewalttaten, bei denen Häuser, Geschäfte und Autos in Flammen aufgingen und insgesamt acht Menschen getötet wurden. Dabei starben auch zwei und sechs Jahre alte Kinder, als Bewaffnete ein Haus angriffen, in dem sich ihr Großvater vor seinen Verfolgern verbarg.

Bei diesem Angriff sei zudem eine 60 Jahre alte Frau getötet worden, hieß es in ersten Berichten des Sicherheitsministeriums des Bundesstaates von Guerrero, zu dem Acapulco gehört. Zuvor hatte die Polizei nahe Acapulco an der Autobahn Richtung Mexiko-Stadt die Leichen zweier Männer in einem Taxi entdeckt.

In der Stadt Victoria im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas zündeten Unbekannte vor einer Polizeistation eine Autobombe. Dabei wurden ein Polizist und ein Verwaltungsangestellter verletzt.

Im Krieg der Drogenkartelle werden jeden Tag zwischen 20 und 60 Menschen in Mexiko getötet. Seit Anfang des Jahres starben über 1500 Menschen.