Unabhängig vom Ausgang des Prozesses wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung will ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann einem Zeitungsbericht zufolge seine TV-Karriere beenden. „Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können“, sagte Kachelmann der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe). Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien sein „Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig“, fügte der Moderator hinzu. „Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden.“
Kachelmann muss sich derzeit wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Die Ex-Freundin des Wettermoderators wirft ihm laut Anklage vor, sie nach einem Beziehungsstreit mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe. Die viertägige Befragung des mutmaßlichen Opfers war vor einer Woche abgeschlossen worden.
Der „Bild“-Zeitung sagte Kachelmann, er wolle in Zukunft nur noch als Redakteur bei seiner eigenen Firma Meteomedia AG arbeiten, die Vorhersagen für TV-Sender, Versicherungen und Fluglinien erstellt. Wo er später wohnen werde, sei noch unklar. „Vielleicht werde ich auch erst mal mit meiner Mutter zusammenwohnen“, sagte der Moderator im Gespräch mit der Zeitung.
AFP/tma

