Dezember-Bilanz

Winterwetter knackt 110 Jahre alten Schneerekord

Es bleibt kalt in Deutschland. Und es wird wieder Schnee fallen. Schon jetzt hat es in Teilen Deutschlands so viel geschneit wie seit über 100 Jahren nicht mehr.

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Während das Winterwetter bei tausenden Reisenden für Verdruss sorgte, erfreuten sich andere an der weißen Pracht.

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So viel Schnee gab es schon lange nicht mehr: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes hat es in Berlin und Brandenburg im Dezember so viel geschneit wie seit rund 110 Jahren nicht. In der Region sei die Schneedecke mancherorts bis zu 40 Zentimeter dick gewesen. „Im Berliner Raum haben wir im Dezember noch nie so viel Schnee gehabt“, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam.

Weiße Weihnachten in der Hauptstadt gab es 2001 zum letzten Mal. Damals war die Schneedecke allerdings nur klägliche zehn Zentimeter dick. „Im vergangenen Jahr hat es auch gut angefangen“, sagte der Meteorologe. „Aber das Tauwetter hat dem Ganzen den Garaus gemacht.“

Auch in den nächsten Tagen gibt es teilweise in Deutschland neue Schneefälle. Im Nordosten können die Schneefälle die aktuellen Schneehöhen zu neuen Rekorden führen, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Die Temperaturen liegen im Wochenverlauf verbreitet bei zweistelligen Minusgraden.

Am Montag ist es überwiegend stark bewölkt oder bedeckt und es fällt zeitweise etwas Schnee, im Nordosten auch kräftige Schneeschauer. Die Tageshöchstwerte liegen im Westen und Nordwesten zwischen minus zwei und plus zwei Grad, sonst zwischen minus sieben und minus vier Grad.

In der Nacht zum Dienstag kann es in der Mitte und im Südosten noch leicht schneien. Sonst ist der Himmel meist klar. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus 5 und minus 15 Grad, im Süden und Osten bei Aufklaren auch darunter.

Am Dienstag ist es nach örtlichem Nebel zunächst wolkig oder neblig trüb. Später ziehen im Westen und Südwesten Wolken auf, die nachfolgend etwas Schnee oder auch gefrierenden Regen bringen können. Die Höchstwerte liegen zwischen minus zehn Grad im Osten und plus zwei Grad im äußersten Westen.

In der Nacht zu Mittwoch ziehen im Westen Wolken durch, die ganz vereinzelt etwas Schnee oder gefrierenden Regen bringen. Sonst ist der Himmel meist klar. Die Temperatur geht auf Werte zwischen minus 2 Grad im Westen und bis unter minus 20 Grad im Osten zurück.

Am Mittwoch überwiegt im Osten heiteres und trockenes Wetter. Nach Westen hin ist es wolkiger. Dort kann es vereinzelt etwas schneien oder regnen. Dabei besteht Glatteisgefahr. Die Temperatur erreicht Werte zwischen minus 13 Grad im Osten und zwei Grad im Westen.