Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. Zwischen Januar und Ende Juni 2010 kamen 1675 Menschen ums Leben, das sind 15 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
Allerdings krachte es nach Angaben der Statistiker im ersten Halbjahr 2010 insgesamt rund 1,1 Millionen Mal, das sind 2,4 Prozent mehr als zuvor. Diese Zunahme sei aber ausschließlich auf die Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, die um 4,2 Prozent auf 1,0 Millionen gestiegen sind. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 9,4 Prozent auf rund 130.700 zurückgegangen.
Es sei absehbar, dass sie erstmals unter die Schwelle von 4000 Toten sinken werde, hieß es.
„Die bessere Fahrzeugsicherheit hat ebenso dazu beigetragen wie die strengeren Sicherheitsvorschriften – von Gurtpflicht und Kindersicherung bis zur Straßenverkehrsordnung“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Statistik der Opfer im Straßenverkehr.
Fußgänger und Radfahrer leben gefährlich
Gleichzeitig belegen die Zahlen, dass vor allem ältere Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr gefährdet sind: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, war gut jeder zweite im vergangenen Jahr getötete Fußgänger oder Fahrradfahrer über 65 Jahre alt.
Im Vergleich dazu lag der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung nur bei einem Fünftel. Insgesamt verloren 591 Fußgänger und 462 Radfahrer im vergangenen Jahr ihr Leben auf deutschen Straßen. 335 der getöteten Fußgänger und 231 der getöteten Radfahrer waren 65 Jahre oder älter.
dpa/AFP/kami


