Die neuen Richtlinien sehen vor, dass der Wärter nach der Verabreichung einer ersten Spritze den Namen des Verurteilten rufen und ihn an der Schulter schütteln muss. Falls der Verurteilte darauf reagiert, soll eine zweite Dosis gespritzt werden.

Die Verabreichung von Gift ist in den USA die häufigste Art, die Todesstrafe zu vollstrecken. Das Verfahren umfasst drei Injektionen. Eine soll den Verurteilten bewusstlos machen, die zweite den Körper lähmen und die dritte zum Herzstillstand führen.

Das Vorgehen geriet in Ohio in die Kritik, als 2006 ein Gefangener wieder aufwachte und den Wärtern sagte, das Gift wirke bei ihm nicht.

Todesurteile in den USA

Laut Amnesty International hat man seit dem Jahr 1900 bei 23 Verurteilten posthum die Unschuld festgestellt. 15 von 50 US-Bundesstaaten haben die Todesstrafe abgeschafft, in anderen wird sie seit Jahrzehnten nicht mehr vollstreckt.

Wegen einer Verfassungsdebatte wurde zwischen 1967 und 1977 niemand hingerichtet.

Reuters/heg