Anna Nicole Smith

US-Stripperinnen feiern ihr Idol

Der Cindy-Lauper-Hit "Girls Just Want To Have Fun" wurde gespielt, als sich im texanischen Nachtclub "Ricks Cabaret" die ehemaligen Kolleginnen der Ex-Stripperin versammelten. Während die einen Abschied feiern, eskaliert der Streit ums Erbe.

Foto: UPI_/Landov

Knapp eine Woche nach dem überraschenden Tod von Anne Nicole Smith haben Stripperinnen in ganz Amerika am Donnerstag ihre Champagnergläser zu Ehren ihrer Ex-Kollegin erhoben. Auch im texanischem Nachtclub „Rick’s Cabaret“, in dem das Busenwunder in den frühen 1990er Jahren selber als Stripperin gearbeitet hatte, versammelten sich die Damen kurz nach Mitternacht auf der Bühne, um Smith zu gedenken. Dazu lief der Cindy-Lauper-Hit „Girls Just Want To Have Fun“. „Sie war immer eine großartige Unterhalterin. Sie war voller Energie und Charisma“, sagte Joe Altes, Manager eines Nachtclubs in San Antonio.

Frederic Prinz von Anhalt reichte wie angekündigt eine Vaterschaftsklage ein. Der 63-jährige Ehemann von Zsa Zsa Gabor ließ durch seinen Anwalt im kalifornischen Santa Monica erklären, er habe eine zehnjährige Beziehung mit dem einstigen Model gehabt. Im Januar 2006 sei es dabei auch zum Geschlechtsverkehr gekommen. Das sei genau der Zeitpunkt, zu dem die jetzt fünf Monate alte Tochter Dannielynn gezeugt worden sein müsse.

Richter in Florida ordnete nach tagelangem juristischen Gezerre einen zweiten DNA-Test von dem toten Fotomodell an. In einer mehrstündigen Anhörung vor dem Bezirksgericht des US-Landkreises Broward stimmten alle Beteiligten dem neuen Verfahren zu. Danach sollte der Gerichtsmediziner, der die Autopsie durchgeführt hat, im Beisein mehrerer Rechtsanwälte nochmals eine aussagekräftige Gewebeprobe von dem Leichnam nehmen. Der frühere Freund des Models, Larry Birkhead, will damit eindeutig klären lassen, wer der Vater von Smiths fünf Monate alter Tochter Dannielynn ist.

Der Streit um Smiths Beerdigung wurde dagegen noch nicht entschieden. Ihre Mutter Virgie Arthur möchte den Leichnam nach Texas überführen lassen. Smiths letzter Lebensgefährte Howard K. Stern will das Ex-Playmate dagegen auf den Bahamas neben ihrem im September überraschend gestorbenen Sohn Daniel (20) beerdigen. Stern beansprucht wie Birkhead die Vaterschaft für die kleine Dannielynn. Auch der Ehemann von Zsa Zsa Gabor, Frederic Prinz von Anhalt (63), hatte eine Vaterschaftsklage angekündigt.

Nachdem in den vergangenen Tagen die Gerichte in Florida, Kalifornien und auf den Bahamas um die Kompetenzen in dem Fall gestritten hatten, beanspruchte der Bezirksrichter des Broward-Kreises, Larry Seidlin, am Donnerstag die Zuständigkeit und lud die streitenden Parteien zu einer Anhörung vor. „Diesem Gericht steht die Rechtsprechung über den Leichnam zu“, sagte er. Im Vordergrund jeder Entscheidung müsse das Wohl des Kindes stehen.

Gerichtsmediziner Joshua Perper versicherte, bereits bei der Autopsie sei genügend DNA-Material entnommen worden. „Es gibt absolut keinen Grund, warum man den Leichnam jetzt noch aufbewahren soll.“ Gleichwohl stimmte er einem neuen Test zu.

Smith, die in Deutschland durch eine H&M-Reklame bekannt wurde, war am vergangenen Donnerstag überraschend im Alter von 39 Jahren gestorben. Sollte der Rechtsstreit um den Milliardennachlass ihres früheren Ehemannes J. Howard Marshall zu ihren Gunsten ausgehen, wäre die kleine Tochter Dannielynn die Erbin.

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