Der mit Haftbefehl gesuchte Mann, sein Bruder und mehrere Polizisten seien bei dem Schusswechsel in der Stadt Manavgat bei Antalya verletzt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Sieben Schüler eines Lübecker Bildungszentrums hatten Ende März bei einer Klassenfahrt in einem Hotel in Kemer den giftigen Alkohol in der Annahme getrunken, es sei Wodka. Den Schnaps hatten sie nach eigenen Aussagen in dem Hotel gekauft, um trotz Verbots des Lehrers eine private Party zu feiern.


Ein 21-Jähriger starb noch im Hotel an Methanolvergiftung. Ein 17-Jähriger und ein 19-Jähriger starben später in der Lübecker Uniklinik, nachdem sie eine Woche im Koma gelegen hatten. Vier weitere Schüler überlebten die Vergiftung. Anschließen kam es zu einer Diskussion um die Frage, ob der Lehrer seiner Aufsichtspflicht ausreichend nachgekommen war.


Bereits wenige Tage nach dem Vorfall waren in der Türkei mehrere Männer verhaftet worden, die für den Verkauf des vergifteten Alkohols verantwortlich gemacht wurden. Nach einem Anadolu-Bericht von Anfang April handelte es sich nicht um einen Einzelfall.

Türkische Alkohol- Kontrolleure bestraften demnach in den Hotels der Touristenregion um Antalya in den vergangenen vier Jahren 229 Unregelmäßigkeiten. 24 Hoteliers seien angeklagt worden. Auf der Suche nach illegal hergestelltem Alkohol habe es seit dem Jahr 2005 in Hotels der Region 2359 Kontrollen gegeben. Insgesamt seien in dem Zeitraum in Hotels, Restaurants und Geschäften 264.000 Flaschen mit illegalem Alkohol sichergestellt worden.

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dpa/cor