Ein Jungbär, der im Schweizer Münstertal gesichtet wurde, ist ein Bruder von „Bruno“. Dies ergab eine Analyse der Bärenhaare, wie das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden am Mittwoch mitteilte.
Das als „JJ3“ bezeichnete Jungtier stammt demnach von „Jurka“ und „Joze“ aus dem Wiederansiedlungsprojekt „Life ursus“ ab. Ein weiterer Sohn dieses Bärenpaares ist „Lumpaz“, der im Sommer 2005 ebenfalls im Münstertal an der Grenze zu Italien sowie im Unterengadin aufgetaucht war.
„JJ3“ war Ende Mai aufgefallen, weil er in der Gegend von Trafoi/Sulden südlich des Stelvio-Passes wiederholt Schafe riss. Im Nationalpark Stilfserjoch konnten dann Haare von ihm gesammelt und nunmehr ausgewertet werden. Nach einem Abstecher nach Livigno wurde der Bär jetzt im Münstertal beobachtet. „Bruno“, der aus demselben Wiederansiedlungsprojekt stammt, gelangte im vergangenen Jahr nach Oberbayern, wo er Ende Juni als „Problembär“ erschossen wurde.
AP/cor

