Flugunfall

Verletzte bei Notlandung einer Ryanair-Maschine

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: ar hm gk / dpa

Ein plötzlicher Druckabfall hat eine Maschine der Billig-Airline Ryanair zur Notlandung in Frankreich gezwungen. Mehr als 25 Menschen wurden dabei verletzt. Die Boeing 737 soll nach Angaben der Polizei innerhalb von wenigen Minuten um 8000 Meter abgesackt sein. Der Grund dafür ist unbekannt.

Die Passagiere wurden nach Feuerwehrangaben ins Krankenhaus eingeliefert und wurden nur leicht verletzt, nachdem die Boeing 737 am Montagabend wegen eines plötzlichen Druckabfalls in der Kabine in Limoges notlanden musste. Nach Polizeiangaben sackte das Flugzeug nach dem Druckabfall innerhalb von fünf Minuten um 8000 Meter ab.


Wegen des Druckabfalls seien die Sauerstoffmasken herausgefallen. Erschrockene Fluggäste erzählten, dass das Flugzeug plötzlich enorm absackte und Sauerstoffmasken herunterfielen. Viele Passagiere hätten einen Schock erlitten, sagte der Passagier Pen Hadow, ein bekannter Arktisforscher. „Manche Leute dachten, sie sterben – so erschreckend war das. Eine Frau vor uns wimmerte.“ Die Temperatur sei auf einmal stark gesunken. „Du denkst, mein Gott, ist das ein Loch im Flugzeug?“


Es sei „unglaublich kalt“ gewesen. Die Maschine sei innerhalb weniger Minuten von rund 12 000 Meter auf etwa 2000 Meter abgesunken. Die Crew hätte zudem keinerlei Durchsagen gemacht.

Ryanair -Chef Michael O'Leary betonte jedoch, die Besatzung habe zudem die Sicherheitsvorschriften korrekt ausgeführt. Es sei nicht möglich gewesen, gleich zu Beginn Durchsagen zu machen, weil die Crew ebenfalls Masken tragen müsse.


Die Maschine auf dem Weg von Bristol nach Barcelona-Girona sei als „vorsorgliche Maßnahme“ in Limoges gelandet, erklärte ein Ryanair-Sprecher. Die Verletzten litten an Hörproblemen. An Bord der Maschine waren 168 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder.


Rund vier Stunden nach der Notlandung setzten 127 Passagiere ihre Reise in der Nacht mit einer anderen Ryanair-Maschine fort.


Die übrigen Passagiere, die nach dem Zwischenfall nicht wieder ins Flugzeug steigen wollten, sollten mit einem Bus nach Girona gebracht werden. Die Ursachen des Druckabfalls waren zunächst unklar. Eine erste Untersuchung der Maschine habe keinen auffälligen technischen Mängel ergeben, sagte ein Polizeisprecher.

( afp/dpa/kami )

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