Urlaubsanfang mit Schrecken: Kurz vor dem Start ist auf dem Flughafen von Amsterdam ein Passagierflugzeug wegen einer Stichflamme und Rauchentwicklung an einem Hilfsmotor evakuiert worden.

Die meisten der 183 Fluggäste verließen die Maschine der Gesellschaft Transavia am Montagabend über Sicherheitsrutschen, zwei wurden leicht verletzt. Das Flugzeug vom Typ Boeing 737-800 sollte vom Flughafen Schiphol zum portugiesischen Ferienort Faro starten.

„Das Flugzeug war bereit, plötzlich schoss am Heck eine Flamme hoch“, sagte der Technikmitarbeiter des Airports Sezgin Akcam der Zeitung „De Telegraaf“. „Unmittelbar danach gingen die Türen auf und die Gleitrutschen kamen runter, das sah ziemlich hektisch aus.“

Die Evakuierung sei jedoch „erstaunlich ruhig und gelassen verlaufen, nachdem wir zunächst einen gehörigen Schreck bekamen“, berichtete eine ältere Reisende Reportern auf dem Airport Schiphol.

Die Besatzung habe das Feuer schnell löschen können, sagte am Dienstag ein Sprecher der Fluggesellschaft. Die Ursache für die Flamme in einem Hilfsmotor der zehn Jahre alten Boeing werde noch untersucht.

Der Kapitän habe sich genau an die Regeln gehalten, als er sofort die Evakuierung anordnete, erklärte Transavia-Direktor Michiel Meijer. „Für die Passagiere ist das natürlich erstmal ein Schock, wenn ein Brand ausbricht.“ Die Flugbegleiter hätten sich aber „prima“ um sie gekümmert.

Die Passagiere übernachteten in Hotels oder fuhren wieder nach Hause. Sie sollten später mit einer anderen Maschine nach Faro gebracht werden, wo der Flughafen aber zwischenzeitlich wegen der Vulkanaschewolke aus Island gesperrt war. Der Flugverkehr auf Schiphol sei durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt gewesen, sagte ein Sprecher.

AFP/cor