In einem Zentrum für Einwanderer im US-Staat New York hat am Freitag ein schwer bewaffneter Mann 13 Menschen und dann sich selbst erschossen. Vier Menschen schwebten schwer verletzt noch in Lebensgefahr, wie Polizeichef Joseph Zikuski mitteilte. Der Täter war in eine Prüfung für die US-Staatsbürgerschaft gestürmt und hatte dort um sich geschossen. Er wurde später tot in dem Gebäude aufgefunden. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt.


Bei dem Täter handelte es sich nach Polizeiangaben um einen 42-jährigen Mann mit asiatisch klingendem Namen aus der nahe gelegenen Stadt Johnson City. Der Täter drang den Angaben zufolge durch den Vordereingang in das Gebäude ein, den Hinterausgang hatte er zuvor mit seinem Wagen blockiert. Er schoss zuerst auf eine Frau am Empfang, die verletzt aber noch die Polizei alarmieren konnte, wie Zikuski sagte. In dem Prüfungsraum richtete er dann ein Blutbad an.

Die Schießerei ereignete sich in einem Gebäude der American Civic Association. Die Organisation hilft Einwanderern und Flüchtlingen unter anderem bei der Wohnungssuche und bei der Familienzusammenführung. Zudem gibt es in dem Zentrum auch Beratung und Dolmetscher. Am Freitag fand Medienberichten zufolge gerade eine Prüfung zur Erlangung der US-Staatsbürgerschaft statt.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot zur Stelle. Eine Sondereinheit der Polizei von Binghamton eilte ebenso zum Tatort wie Spezialisten für Geiselnahmen vom FBI. Binghamton ist eine Kleinstadt mit etwa 47.000 Einwohnern rund 225 Kilometer nordwestlich von New York.

Erst in den vergangenen Wochen waren die USA von mehreren Gewaltverbrechen und Amokläufen heimgesucht worden. Am 10. März tötete ein Amokläufer im US-Bundesstaat Alabama zehn Menschen und sich selbst. Der 28-jährige Täter hatte in drei Ortschaften ein Blutbad angerichtet.

dpa/AP/Reuters/omi/nic